Archiv vom August 2010

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Stadtfest Dresden: Lasershow vs. Feuerwerk

Den heutigen Abend habe ich nun genutzt, mir das Stadtfest zu Dresden selbst anzuschauen. Das jährlich stattfindende Event ist ja für gute Stimmung, viele (friedliche) Gäste und vor allem das ultimative Feuerwerk bekannt.

Tatsächlich: zwischen all den Fressbuden und Bierständen schieben sich die Leute völlig friedlich hindurch, so dass nichtmal sichtbare Polizeipräsenz notwendig ist – sehr schön.

Wie immer bei derlei Events sehr unschön sind die gebrandeten Becher, die man tatsächlich nur bei der Brauerei zurückgeben kann, bei der man diesen gekauft hat – immerhin füllen die netten Damen hinterm Tresen zwischendurch auch mal einen artfremden Becher nach.

Nun wäre noch das Resumé über den Zuschauermagneten schlechthin zu ziehen – das Feuerwerk. Die Dresdner sind in diesem Punkt vermutlich wirklich verwöhnt – aller Nase lang werden ansehnliche Figuren an den Himmel gezaubert und insbesondere zu Anlässen wie dem Stadtfest oder Silvester ist die Erwartungshaltung ziemlich groß. Tatsächlich wurde das Feuerwerk selbst von einhelligem “aaaaaah” und “oooooooh” begleitet – allerdings wurde die Geduld der Beobachter auf eine ziemlich harte Probe gestellt. Die das Feuerwerk begleitende Lasershow wirkte vom Terassenufer aus beobachtet doch unterdimensioniert und führte auf breiter Basis zu Unmutsäußerungen. Da kaum etwas zu erkennen war, zog sich die Zeit doch sehr in die Länge und man hatte fast das Gefühlt, dass einige der Feuerwerkskörper, die hätten genau in der Zeit gezündet werden sollen, schlicht und ergreifend nicht funktionierten.

Das Feuerwerk selbst war (als es dann zu sehen war) einmal mehr phänomenal.

Fazit? Stimmung gut, Aufmachung gut, Feuerwerk gut. Über die Lasershow könnte man im nächsten Jahr nochmal nachdenken. Ich werde wieder Gast :-)

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Stadtfest Dresden – das größte Fest der “Neuen”

Zur Stunde läuft es schon – das Stadtfest in Dresden, welches durch kontinuierlichen Besucherzuwachs zum größten Fest der neuen Bundesländer avanciert ist. Erwartet werden 500.000 Besucher wobei ich der Hoffnung unterliege, dass diese Zahl (entgegen der kommunizierten Mengenlage bei der Loveparade) tatsächlich reell ist.

Das Lokalblatt hat heute zur Ehre der Organisatoren eine kleine Statistik aufgefahren, die sich ganz interessant anhört:

  • Es wurden ca. 4.000 Arbeitsstunden absolviert.
  • Dabei wurden etwa 1.000 Tassen Kaffee getrunken.
  • Bei Außenterminen wurden ca. 150 km auf dem Gelände zurückgelegt.
  • Es waren ca. 200 behördliche Abstimmungstermine erforderlich.
  • Es waren 20 Ämter beteiligt.
  • Es wurden 365 Sponsoren angefragt.
  • Von den 365 angefragten Sponsoren haben 40 zugesagt.
  • An der Umsetzung waren weiterhin 30 Agenturen und Partner beteiligt.
  • Der geneigte Besucher kann bei ca. 400 Händlern und vor allem Gastronomen ein kleines Mitbringsel kaufen oder sich den (hoffentlich sächsischen) Gaumenfreuden widmen.
  • Auf 15 Arealen sind fünf große sowie drei kleinere Bühnen aufgebaut.
  • Gesichert wird das (nach meinem Empfinden bisher immer friedliche Fest) von 100 Polizisten sowie weiteren 55 Sicherheitsleuten.

Was bleibt? Viel Spaß beim Stadtfest Dresden 2010!

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Immerhin, er hat’s probiert…

Der Kanzlerinnen-Urlaub ist zum heutigen Tage beendet – Zeit also für Guido Westerwelle, einmal mehr das wohl beliebteste Thema aus seinem Repertoire aufzugreifen und den Versuch der Selbstinszenierung zu wagen: Steuersenkungen.

Nachdem die Nachrichtendichte in politischen Themen in letzter Zeit doch etwas dünner war und sogar die Leitung einer Bundestagssitzung durch Guido Westerwelle (als Angela Merkels Urlaubsvertretung) durch die Medien ging, war es nun offensichtlich mal wieder an der Zeit, ein neues altes Thema zu platzieren. Dass genau dieses schmerzhafte Thema für unsere Kanzlerin als Einstieg nicht wirklich Recht war, hätte man im Vorfeld ahnen können – die Schmunzler hat der FDP-Chef damit aber allemal auf seiner Seite…

Schön fand ich (neben den unten gelisteten Links) auch die Ansage, dass die Steuererklärung einfacher sein müsse. Klar – das wird sich wohl jeder Bürger denken, der nicht zufällig eine eigene Hausbibliothek zum Steuerrecht sein Eigen nennt – der Hut ist unglücklicherweise noch älter als sein Träger…

Interessanterweise tauchen derlei Themen regelmäßig wirklich großformatig in der Medienwelt auf – und das trotz der Gewissheit, dass Änderungen für den Gigantenanteil der Bürger wie auch für die Haushalte effektiv keine Auswirkungen haben. Glücklicherweise hat man dann meist noch ein weiteres Gesetz oder eine weitere Ausnahme verabschiedet – dann gestaltet sich die Steuererklärung noch einfacher…

Via Handelsblatt, Reuters, FAZ.

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Sichere elektronische Kommunikation – Ring frei!

Seit Jahren existieren Verfahren, anhand derer man elektronische Korrespondenz vor Dritten geschützt und authentisch übermitteln kann. Die Verfahren verfügen über asymmetrische Verschlüsselungsverfahren und bedienen sich dadurch bedingt leider etwas holprig. Darüber hinaus sind im Vorfeld der Kommunikation zwingend Schlüsselteile auszutauschen und folgend zu verwalten, was offensichtlich vielen Nutzern lästig ist.

Nun hat – getriggert durch die DE-Mail-Offensive auch die Deutsche Post ihren Dienst E-Postbrief in die Startblöcke gestellt (aktuell ist die Registrierung von Adressen möglich). Beide Verfahren ähneln sich in einem Punkt doch auffallend: die Verschlüsselung auf der “letzten Meile” erfolgt mittels SSL. Da keine Schlüssel ausgetauscht werden müssen sind die Verfahren einfach zu bedienen – leider besteht die Notwendigkeit, die Inhalte beim Diensteanbieter kurz unverschlüsselt zu verarbeiten.

Aktuell steht insbesondere das Verfahren DE-Mail in der Kritik, was die Post nun vesucht, gewinnbringend zu vermarkten. So wird zum “Sicherheitscheck” aufgerufen, bei dem prinzipiell jeder – allen voran jedoch vor allem Firmen mit Hintergrund teilnehmen sollen. Dazu werden Accounts (leider nicht näher spezifiziert, vermutlich jedoch Nutzeraccounts wie sie später Kunden erhalten) mit der Bitte des Testings (“Hacking” – Einbruch – Ausspähen – Manipulieren – …) ausgegeben.

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen – entweder der Ansatz entwickelt sich zum Supergau oder es stellt sich tatsächlich heraus, dass die geplanten Sicherheitsmaßnahmen ausreichend dimensioniert sind – in beiden Fällen erwarte ich die intensive Auseinandersetzung mit der Presse :-)

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OpenOffice 3.3beta

Ab heute steht die (noch in Entwicklung befindliche) Beta-Version von OpenOffice 3.3 zum Download bereit. Wie immer sind eine Reihe Aufgabenpakete bearbeitet und eine Reihe Funktionen erweitert und verbessert worden. Die Details erspare ich mir hier und verweise ganz elegant auf Golem sowie die OpenOffice-Seiten.

Etwas verwundert bin ich darüber, dass die von Microsoft seit Office 2007 geprägte Multifunktionsleiste nach wie vor nicht in ähnlicher Form in Openoffice integriert wurde, so dass auch die Kommentare zum Golem-Artikel wenig verwunderlich erscheinen.  Tatsächlich hinterlässt die Suite einen Eindruck, den man mit “in die Jahre gekommen” umschreiben könnte. Ob die Multifunktionsleiste mit den “Ribbons” tatsächlich eine optimale Navigation ermöglichen oder vielleicht ein ganz neues Bedienkonzept vorstellbar wäre, kann ich nicht sagen. Was ich sagen kann: die Arbeit mit der Office-2007-Navigation erscheint mir einfacher – auch wenn ich ab und an Gegenteiliges höre.

So gesehen ist das kostenfreie Office-Paket auch nicht mehr so medienpräsent wie noch vor 2 oder 3 Jahren – ich hoffe doch, dass man die Lücke wieder schließen kann.

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Pimp my Bewerbungsunterlage?

Bücher über die Anfertigung von Bewerbungsunterlagen dürfte es zu Hauf geben – und aller Voraussicht nach geben die Jobsuchenden alles, um nicht durch die kritischen Personaler aussortiert zu werden. Da es in einigen Fällen die “Soft Facts” sein sollen (wobei ich mir schon in diesem Punkt unsicher bin), die den Bewerbern ohne eigenes Verschulden jegliche Chance auf die avisierte Position nehmen, sind nun schlaue Leute aus der Antidiskriminierungsstelle des Bundes auf die Idee gekommen, die Bewerbungsunterlagen zu anonymisieren. So soll weder ein Bild noch der Name und gleich garnicht das Alter des Bewerbers schwarz auf weiß übermittelt werden.

Stattdessen entscheidet nach den Vorstellungen des Familienministeriums ausschließlich die Qualifikation über die Stelle.

Klingt logisch? Naja… Einerseits ergeben sich aus dem Rest der Unterlagen durchaus tiefgreifende Informationen zum Alter / der Herkunft / etc. des Bewerbers, die tatsächlich ohne nennenswerte Informationsverluste der Bewerbermappe nicht zu “kaschieren” sind. Andererseits bestehen  Bewerbungsverfahren in fast allen Fällen weiterhin aus Gesprächen und Assessment Centern, deren Einfluss auf die Entscheidung doch erheblich ist. Weiterhin könnte man jetzt darüber munkeln, in welchem Maß die “Soft Skills” – also maßgeblich persönliche Eigenschaften der Person – in der späten Phase des Bewerbungsprozess Einfluss auf die Entscheidung nehmen.

So gesehen habe ich zwar nicht des politischen Willens wegen – allerdings des Vorschlags zur Methodik doch erheblich Zweifel in Punkto Umsetzbarkeit…

Via Golem.

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