Nach neunstündigem Politkrimi ist heute Christian Wulff zum Bundespräsidenten und somit zum Nachfolger Horst Köhlers gewählt worden.
Nachdem der erste und zweite Wahlgang auf Grund der nicht vorhandenen absoluten Mehrheit für die Entscheidung nicht ausreichend waren, kam diese im dritten Wahlgang (dann doch etwas überraschend und nicht mehr notwendig) doch noch zustande. Den Stimmabstand zwischen Christian Wulff und Joachim Gauck – insbesondere in Wahlgang 1 und 2 – hätte ich im Vorfeld jedoch durchaus höher geschätzt.
Vor dem Hintergrund, dass sich die Formation CDU-CSU-FDP in einer Mehrheitslage befindet, ist der Weg über drei Runden doch etwas seltsam wenngleich ich – entgegen einhelliger Medienmeinung – nicht daran glaube, dass es zu weiterreichenden Imageschäden von Parteien und Einzelpersonen kommt.
Bleibt Christian Wulff viel Spaß und viel Erfolg im Schloss Bellevue zu wünschen.
