Archiv vom April 2010

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Dresden: Grillen an der Elbe? Erlaubt, verboten, erlaubt, verboten…

Die Dresdner Elbwiesen sind durch den Blick auf die ungeheure Menge strukturiert gestapelten Sandsteins, die Kurfürst August der Starke einst anfahren ließ, für Touristen wie Einheimische eine attraktive und beliebte Adresse zum Flanieren und – natürlich – Sitzen, Plaudern und Grillen. Da genau dies für die Teilnehmer dieser meist kleinen aber feinen Sit-Ins immer wieder ein Highlight darstellt, der Grillabend jedoch schnell mit einer Menge herumliegenden Mülls endet und darüber hinaus die Nebelschwaden mitunter auch mal den Blick versperren, tobt alljährlich die Diskussion über das Für und Wider der Grillgelage an der Elbe in DD.

Während durch Befürworter nach mehr frei verfügbarem Abfallvolumen gerufen wird, ertönen bei den Grill-Gegnern Argumente der Störung und der zusätzlich entstehenden Kosten. Auch das Grill-Thema wird regionaltypisch – mit verhärteten Fronten – diskutiert.

Genug der Vorgeschichte: wo ist denn das Grillen an der Elbe nun erlaubt? Die erlaubnis- und gebührenfreien Grillplätze im öffentlichen Raum der Stadt Dresden können über den Themenstadtplan (interaktiv und navigierbar) eingesehen werden.

Eine textuale Liste aller  Grillplätze findet sich auf Dresden.de, wobei sich die Anzahl nicht deckt:

Ortsamtsbereich Altstadt:
- Ostragehege (Open-Air-Gelände)
- Elbufer an der Marienbrücke (Volksfestgelände)
- Elbufer an der Albertbrücke (zwei Plätze)

Ortsamtsbereich Neustadt:
- Alaunplatz
- Elbufer an der Marienbrücke
- Elbufer an der Albertbrücke
- Elbufer unterhalb des Rosengartens
- Elbufer an der Saloppe

Ortsamtsbereich Blasewitz:
- Toeplerpark

Ortsamtsbereich Prohlis:
- Grünanlage am Rudolf-Bergander-Ring

Ortsamtsbereich Cotta:
- Volkspark Briesnitz

Ortsamtsbereich Oberwartha:
- Grünanlage am Fünf-Brüder-Weg

Nun habe ich wieder einmal festgestellt, dass das Würstchenbraten mit Blick auf die Brühlsche Terasse nicht gestattet ist – nachdem ich bereits die letzten Jahre inoffizielle Befragungen (mit teils recht toleranten Ergebnissen) im Bekanntenkreis durchgeführt habe, würde mich auch im Jahr 2010 interessieren, wie die Ordnungsbehörden mit dem Grill an den Elbwiesen umgehen. Das ist natürlich keine Aufforderung, dies auszuprobieren – manchmal wird man jedoch Zeuge, wie in der Nachbarschaft Steaks gewendet und Diskussionen geführt werden ;-)

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Nach Griechenland ist vor Spanien…

Die Diskussionen um die Griechenland-Rettung laufen langsam aber sicher heiß und ähnlich der Kommunikationsstrategie der Banken in der Krise tun sich auch Politiker schwer, den tatsächlich benötigten Kapitalbedarf zu beziffern. Nachdem anfänglich von 25 Mrd. € die Rede war, ist der Betrag mittlerweile auf 135 Mrd. € angewachsen – gut, verteilt auf die nächsten Jahre… Warum eine Staatenrettung “preiswerter” sein sollte als die Rettung einer Bank? Das wüsste ich auch gern.

Noch ein bekanntes Verhaltensraster scheint sich jetzt zu wiederholen. Wie auch auf dem Höhepunkt der Unsicherheiten der Bankenkrise steigt nun auch die Nervosität bezüglich weiterer (erstmal) Euro-Länder. Entgegen den Erwartungen handelt es sich in erster Linie nicht um Portugal sondern um den Nachbarn Spanien (Abstufung Spaniens Kreditwürdigkeit) – aller Voraussicht nach wird es jedoch nicht bei den zwei Ländern bleiben.

Nun werfe ich einen virtuellen Blick auf die Landkarte und wenn man so darüber sinniert, kann man schon Bedenken bekommen. Bevor jetzt der Eindruck entsteht, dass ich mit dem bloßen Finger ausschließlich auf andere Länder zeige: wir sind nicht nur auf der Landkarte “mittendrin und voll dabei”…

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Gefällt’s? Facebook mit neuen Ideen gegen(?) Google

Nachdem ich meine, in letzter Zeit bereits an der einen oder anderen Stelle die facebooktypischen “Gefällt mir”-Buttons gesehen zu haben, wandern diese heute in erstaunlicher Breite durch die Medien (u.A. FAZ).

Worum geht es? Webseitenbetreiber können dem Nutzer ermöglichen, die Seite auf die eigene Pinnwand zu beamen – diese erscheint dann mit dem Zusatz “Gefällt mir”.

Ich habe die Funktion (erstmal testweise) auf meine Seite integriert und bin irgendwie doch gespannt, ob sich einige Nutzer finden, die über diese Button auf Inhalte außerhalb von Facebook verweisen.

Erwartungsgemäß und passend zu Social Networks wird natürlich der Datenschutz “hochgezogen”. Wie immer weise ich darauf hin, dass jeder selbst für die von ihm im Internet verteilten Inhalte Sorge tragen muss. In letzter Konsequenz gibt natürlich auch der Eintrag über eine Webseite, die dem Profilbesitzer gefällt Aufschluss über dessen Denken und Handeln – bei politischen Themen etwas mehr, bei technischen Themen sicher etwas weniger.

Im Hinblick auf die Suche im Internet lässt die Menge der gesammelten Daten nicht unterzubewertende Aufschlüsse über das Nutzerverhalten im Internet zu. Google versucht seit Anbeginn, genau diese Daten zu sammeln und zu verwerten – so wird auch Facebook den Nutzen suchen. Solange bei der Verwendung keine Zusammenhänge zu Profilinformationen Verwendung finden, ist dagegen wohl auch nichts einzuwenden.

Irgendwie habe ich ohnehin Zweifel daran, dass Daten mit Personenbezug in den Mengen verarbeitet werden können, wie sie eingesammelt werden.

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Die “Ossifizierung” der Bundeswehr

Gerade vor dem Hintergrund der neuerlichen Vorkommnisse in Afghanistan entbrennt die Debatte über die Herkunft der Personen, die für unsere Sicherheit eintreten sich von der Bundeswehr verpflichten lassen.

Dass die Bereitschaft zu den bekanntermaßen nicht ganz risikofreien Auslandseinsätzen mit der Aussicht auf einen vernünftigen Arbeitsplatz korrelieren sollte also nicht neu sein. Neu ist allerdings der in diesem Zusammenhang von Michael Wolffsohn gebrauchte Begriff der “Ossifizierung”.

Abgesehen davon, dass die gewählte Begrifflichkeit schwarz und weiß in einer etwas ungewohnten und gleichwohl unbehaglichen Art und Weise illustriert, sollte die Aussage doch einen Funken Wahrheit besitzen: Jugendliche aus sozial schwächer gestellem Umfeld sind eher zu Risiken bereit als Jugendliche, deren weiteres Fortkommen zumindest nich an der Finanzierung scheitert. Die Reduktion auf “Ost” und “West” ist unter dieser Gegebenheit politisch zumindest zu überdenken.

Ob es moralisch korrekt ist, das Riskieren des eigenen Lebens als “völlig normalen Job” zu werten, kann ich wohl nicht für alle entscheiden – finanziell scheint es zumindest so attraktiv zu sein, dass eine ausreichend große Menge vornehmlich junger Bürger bereit ist, ohne die Chance auf Umsetzung persönlicher politischer Zielstellungen sein Leben zu “setzen”.

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Studenten verfügen über 812 € / Monat

Klar – Studenten gehören nicht zu den Top-Verdienern, sind jedoch auch nicht so arm wie ihr Ruf. Der durchschnittliche Student verfügt monatlich immerhin über 812 € – davon bestreitet er Miete und Lebensunterhalt, arbeitet allerdings auch 44 Stunden wöchentlich dafür.

Auch wenn anteilig der größte Gönner das Elternhaus ist, sind 2/3 aller Studenten auf Nebenjobs angewiesen – dafür werden immerhin 13,5 Stunden wöchentlich aufgewendet. Damit wäre auch das Klischee des “faulen Studenten” zu überdenken :-P

Via SZ.

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Krankenkassen: die Ruhe vor dem Sturm?

Die Finanzierungslücke der Kassen war bereits Anfang des Jahres Thema als man sich kurzerhand – und wohlgemerkt kurz nach der Einführung des Krankenkassensozialismus in Form der Einführung des Einheitsbeitrags – zu einem Zusatzbeitrag entschloss, der pro Versichertem jährlich immerhin 96 € in die Kassen der Kassen spült.

Erschreckend, dass sogar ich mich erinnern kann, dass es einst keine Zuzahlung auf Medikamente gab und zuvor die Bandbreite verschreibungspflichtiger Medikamante deutlich größer war. Die Nachfrage nach dem schwarzen Loch, welches die immensen Summen verschlingt, ist sicher nicht unberechtigt.

Heute ist nun die nächste, wenn auch noch zurückhaltende aber nicht erstmalige, Forderung zu lesen. Die Welt berichtet über drohende Finanzierungslücken im zweistelligen Milliardenbereich für 2011. Wer nicht dem Glauben an einer Besserung der Finanzlage der Krankenkassen obliegt, wird sich zwei Szenarien ausmalen können: die Refinanzierung über den Bundeshaushalt sowie die Deckung über eine Beitragserhöhung. Instinktiv würde ich meinen, eine Kürzung der Versicherungsleistungen sowie Kosteneinsparungen bei den Kassen scheiden aus diverse Gründen aus. Der kuriose Umstand, dass die verbleibenden Optionen sich in dem Punkt einen, dass letztendlich der Bürger die Last tragen wird, gestalten die Situation nicht gerade erträglicher.

Nun kann man denken was man will – die Lage wird sich perspektivisch nicht ändern. Die demographische Entwicklung ist kurzfristig nicht zu beeinflussen und gleiches dürfte für die gesamtwirtschaftliche Lage zutreffen. So lassen wir einmal mehr eine “schwierige” Entscheidung fällen, unterscheiden sind doch die Folgen im Grunde nicht.

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