Archiv vom März 2010

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Gründerszene? Aufbruchstimmung? Fehlanzeige…

Mittlerweile ist es 10 Jahre her, als in jeder zweiten Garage ein Business in der “New Economy” gegündet wurde. Viele Ideen konnten gestützt durch Business Angels, Banken und allem voran einer breiten Zahlungsbereitschaft für die neuen, in dieser Form noch nicht existierenden Dienste, direkt in die Tat umgesetzt werden. Der Nachgeschmack dieser Zeit ist zwar durchwachsen, trotzdem existieren auch heute noch zahlreiche Betriebe, die in diesem Zeitfenster gegründet wurden.

Bis heute – 2010 – haben sich die Vorzeichen offensichtlich um 180° gedreht. Die Gründungsbereitschaft junger Akademiker ist auf einem Stand, den ich mehr als überraschend fand. Im Spiegel ist nachzulesen, dass gerade 5% der jungen Akademiker ein Start-Up in Betracht ziehen.

Ein Blick in die Networking-Plattform für Businessbelange verriet, dass die Quote auch in meinem Umfeld maximal auf dieser Höhe rangiert. Da der Mittelstand von morgen zwar zu Teilen heute schon existiert, durch diverse Effekte jedoch auf stetiges Auffüllen oder besser Wachsen angewiesen sein dürfte, hoffe ich darauf, dass sich für die zuständigen Instanzen Handlungsfelder ableiten lassen.

Im Zuge der Krisensituation ist es auch ruhig geworden um Veranstaltungen, die gerade jungen Leuten das Gründen schmackhaft machen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag nimmt sich jetzt einem Teil der Aufgabe an und versucht, Interessenten Ängste zu nehmen und Informationen bereitzustellen.

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Der Autoklau in Grenznähe – ein Phänomen

Nachdem mir vor einiger Zeit mein Fahrzeug gestohlen wurde und ich hier begonnen hatte, das Prozedere zu beschreiben, häufen sich nun die Zeitungsbereichte zu dem Thema. Sofern die Medienvertreter meinen Blog verfolgen und daraus das “Knallerthema” der Tage abgeleitet haben, fühle ich mich natürlich geehrt :-)

Der heutige Artikel im Lokalblatt ist – denke ich über meinen Fall nach – doch etwas – sagen wir mal – seltsam. Da wird mit Hochdruck Imagepflege für die Polizeibehörde betrieben… Dass ein gestohlenes Fahrzeug dort jemanden aus dem Sessel hebt, kann ich mir aus eigens gemachter (lokal allerdings leicht abweichenden) Erfahrung schlicht und ergreifend nicht vorstellen. Dass der Wagen also trotz extrem zeitnaher Meldung sowie eindeutigen und auffälligen Erkennungsmerkmalen nicht aufgefunden wird verwundert somit wenig.

Ein Umstand ist meines Erachtens nach besonders erschreckend: die Aufklärungsrate liegt bei lediglich 14% – und das obwohl nahezu allen Beteiligten klar ist, dass es sich um Exporte handelt. Ich sehe das Problem nicht, im Grenzgebiet (vornehmlich teure Fahrzeuge) einer standardisierten Kontrolle zu unterziehen. Der Blick auf das Straßennetz verrät, dass es nicht wirklich viele Stellen gibt, an denen man eine Grenze (mit einen herkömmlichen Fahrzeug) übertreten kann.

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Infineon Dresden erweitert Kapazitäten

Nach einer Vielzahl Negativschlagzeilen folgen zwischenzeitlich doch noch einige “Spitzlichter”. Der Chiphersteller Infineon erweitert in seinem Dresdner Werk die Kapazitäten um 10% und investiert dafür rund 18 Mio. €.

Nach der Qimonda-Pleite ist dies die erste Positiv-Nachricht, die mir untergekommen ist – auch wenn nicht von der Erweiterung des Personalstamms gesprochen wird. Darüber hinaus darf die Nachricht auch im Kontext der Halbleiterbranche positiv gewertet werden.

Via Heise, SZ, Golem.

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Wenn das Internet unter Windows 7 lahmt

Seit einigen Tagen wollte das Internet auf meiner Windows 7 – Kiste nicht mehr so recht, was mich nach einigen Überlegungen auf den installierten Virenscanner brachte.

Das von AVG angebotene Programm enthält unter Anderem eine Kompontente “Surf Shield”, die anscheinend Links und Inhalte von Webseiten auf Schadcode prüft. Das Feature klingt zwar vielversprechend, verhinderte jedoch in letzter Konsequenz das Surfen vollständig. Abgeschalten – funktioniert.

Sofern jemand Erfahrungswerte besitzt, wäre ich daran interessiert zu erfahren, ob es schlicht und ergreifend an der Kombination Windows 7 – AVG (- Firefox?) liegt :-)

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Schluss, aus, vorbei? Google bereitet Rückzug aus China vor

Nach schweren Zwischenfällen sowie deutlichen Unstimmigkeiten zwischen dem Suchmaschinenbetreiber Google sowie der chinesischen Regierung könnte nun der “Supergau” eintreten und Google den chinesischen Markt verlassen. Auch wenn das US-Unternehmen in China (noch) keine so deutliche Dominanz ausprägen konnte wie beispielsweise hierzulande, ist der Schritt unter wirtschaftlichen Argumenten kaum zu rechtfertigen.

Der kurzen Gedankenpause folgen nun weitere Spekulationen, nach denen die Pläne für den Rückzug bereits fertig und der Rückzug angeblich beschlossene Sache ist. Aktuell fehlt mir noch die Vorstellungskraft für ein derartiges Ereignis, wäre es doch hierzulande aktuell nicht vorstellbar.

More: Heise & Golem.

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Der Letzte macht das Licht aus…

Erschreckend aber wahr: nach der Qimonda-Pleite stiegen die Speicherpreise – und zwar nicht nur im Cent-Bereich. Nach der Ankündigung eines Insolvenzverfahrens dürften die meisten der einst 4000 Mitarbeiter noch auf eine gemäßigte Lösung gehofft haben – Sparmaßnahmen, Effizienzsteigerungen und Erhalt der Marke. Michael Jaffé wurde als Insolvenzverwalter eingesetzt und wollte / sollte die Wende schaffen.

In diesen Tagen gibt es nun vermutlich die letzten News über Qimonda zu lesen: die Verwertung der Insolvenzmasse brachte bisher 110 Mio. €. Die Summe klingt erstmal reichlich, bedenkt man allerdings das Milliardengeschäft, was sich hinter dem Namen verbarg, sind es wohl Peanuts. Immerhin kann sich Michael Jaffé dafür feiern lassen, während sich die ehemaligen Angestellten um den Verkauf des verbliebenen Inventars kümmern.

Während wir die Türen schließen, freuen sich nicht nur die Hersteller weit im Osten – dort kann man nun beginnen, die extreme Subventionierung zurückzufahren.

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