Erschreckend aber wahr: nach der Qimonda-Pleite stiegen die Speicherpreise – und zwar nicht nur im Cent-Bereich. Nach der Ankündigung eines Insolvenzverfahrens dürften die meisten der einst 4000 Mitarbeiter noch auf eine gemäßigte Lösung gehofft haben – Sparmaßnahmen, Effizienzsteigerungen und Erhalt der Marke. Michael Jaffé wurde als Insolvenzverwalter eingesetzt und wollte / sollte die Wende schaffen.
In diesen Tagen gibt es nun vermutlich die letzten News über Qimonda zu lesen: die Verwertung der Insolvenzmasse brachte bisher 110 Mio. €. Die Summe klingt erstmal reichlich, bedenkt man allerdings das Milliardengeschäft, was sich hinter dem Namen verbarg, sind es wohl Peanuts. Immerhin kann sich Michael Jaffé dafür feiern lassen, während sich die ehemaligen Angestellten um den Verkauf des verbliebenen Inventars kümmern.
Während wir die Türen schließen, freuen sich nicht nur die Hersteller weit im Osten – dort kann man nun beginnen, die extreme Subventionierung zurückzufahren.
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Für mich ist das wieder ein Beweis dafür, dass die sogenannte Leuchtturmpolitik nur kurzfristige Erfolge produziert und langfristig versagt.
Hätte man das viele Geld nicht einem einzelnen Konzern in den Rachen geschmissen sondern gleichmäßig an Mittelständler verteilt, wäre davon jetzt noch mehr da. Möglicherweise auch nicht alles, aber kein Totalverlust.
Der Ansatz ist durchaus charmant und wird (wenn auch nicht in voller Breite) durchaus auch diskutiert.
Inwiefern jetzt die eine oder andere Taktik langfristig den größeren Erfolg wirft, bin ich mir noch nicht wirklich sicher – bilden sich doch vor den “Großen” auch mittelständige Unternehmen, die diese beliefern. Darüber hinaus erscheint mir die Leuchtturmtaktik durchaus know-how-bindend, da sich die Beteiligten für gewöhnlich in Clustern organisieren.
Die Grundsatzfrage bleibt: sind die Milliarden sinnvoll investiert worden? Aktuell scheint mir eine begründete Antwort nicht möglich – vielleicht lehrt die nahe Zukunft :-)