Die Centrum-Galerie und ihr Image
30. Januar 2010 von Stefan Jung
Nach dem Wechsel im Management des neuen Einkaufszentrums ist die Diskussion über Gefallen und Nichtgefallen der neuen Galerie in Dresden entbrannt. Während ich den Eindruck habe, dass auch unter der Woche Besucher in größeren Mengen den Weg zum Händler suchen, scheint dieser Ansatz nicht der breiten Masse zu entsprechen. Einer Online-Umfrage der SZ zufolge ist die Zufriedenheit mit dem Neubau eher mäßig (siehe Grafik).

Fakt scheint, dass es in der Centrum Galerie nicht die Umsätze zu holen gibt, die man sich erwartet hat. Der Denkprozess hat eingesetzt und neben einigen Vorwürfen in Richtung der Architekten werden weitere Maßnahmen angedacht. Im Mittelpunkt steht die “Aufhübschung” der großen, meist leeren Flächen.
Für einige Händler dürfte der aktuelle Standort auch ein entscheidendes Manko darstellen, was sich jedoch nicht ohne weiteres auflösen lässt. Die Übersichtlichkeit der Galerie ist eher schlecht und so kann ich als Dresdner feststellen, dass es mir bisher nicht geglückt ist, mir einen Überblick über dort angesiedelte Geschäfte zu machen. Für den “Lageplan” sollte man schon ein paar Minuten einplanen und die Laufwege sind mitunter doch etwas länger. Einige Läden können von außen, andere von innen betreten werden – einige erreicht man von außen wie von innen. Im 1. OG kommen die immer wieder genannten Pavillons hinzu, die die Sicht auf die dahinterliegenden Geschäfte verdecken. Die Sichtbarkeit an dieser Stelle geht tatsächlich gegen null – als Ladenbesitzer wäre man in einem neustädter Hinterhof vermutlich ähnlich gut zu sehen.
Aber gut – das sollten lösbare Probleme sein. Abgesehen davon, dass das Gebäude nun steht und ich keine Möglichkeit zum Abriss sehe, sollte man die neuen Herausforderungen packen und nicht auf längst entschiedenen und nicht änderbaren Tatsachen rumreiten. Immerhin gab es ja auch die Entscheidung FÜR dieses Architekturkonzept.
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