Nach jahrelangem “Ringelpips” ist es nun amtlich: die Dresdner Elbauen gehören nicht mehr zu den von der Unesco definierten Weltkulturerben. Die Entscheidung fiel heute nachdem Oberbürgermeisterin Helma Orosz atemberaubende 60 Sekunden Zeit hatte, ihren Standpunkt (nochmals) darzulegen. Die Kritik am Vorgehen der Stadt bei der Planung und mittlerweile dem Bau der Waldschlößchenbrücke müssen sich die heute im Rampenlicht stehenden nicht anziehen. In Anbetracht der Verkehrssituation und der damit verbundenen Notwendigkeit einer weiteren Elbquerung ist die Identifikation einer geeigneten Stelle (in der Planungsphase) schwierig.
Die Erinnerungen an die Baumaßnahmen der Vergangenheit sollten die aufgewühlten Gemüter beruhigen: das Blaue Wunder wurde seinerseit als hässlich tituliert – der Bau der A17 (das liegt nicht arg so weit in der Vergangenheit) wurde medial ebenso massiv zerrissen. Die Akzeptanz beider (doch sehr) umstrittenen Bauwerke ist heute mit gut bis hervorragend zu werten.
Die Moral von der Geschicht – den Weltkulturerbetitel brauchen wir nicht? Das wird die Zukunft zeigen – den Stellenwert, den er seit der Diskussion über Brücke oder Tunnel eingenommen hat, dürfte er in Hinblick auf den Tourismus bei Weitem nicht haben.
Jetzt bin ich ja mal gespannt – verbalen Zündstoff hat das Thema ja in ausreichender Menge :-)
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ach mist. grad wollt ich auch drüber bloggen :-)
Kannste doch – ich seh niemanden, der dich daran hindert ;-)
Ist zwar Schade, aber an der Beliebtheit Dresdens wird das absolut nichts ändern. Interessant wird es sein, wie sich das Verhältnis der Befürworter/Gegner entwickelt. Als ich im September in Dresden war, habe ich eine Demo der Brückengegner gesehen. Waren nicht viele, sahen aber sehr entschlossen aus.
Dein Beispiel mit dem Blauen Wunder ist treffend. Heute würde dieser ‘Stahlhaufen’ keine Zustimmung finden.