Börsenschock zum Jahresbeginn

Nachdem in dem offensichtlich von Urlauben der Verkaufswilligen übersähten Jahresauftakt kurzfristig positive Kursverläufe zu sehen waren, brechen die Indizes heute einmal mehr ein. Ein Grund dürfte der Ausblick der Deutschen Bank gewesen sein, das Jahr 2008 mit 3,9 Mrd. € (Q4/2008: -4,8 Mrd €) in der Verlustzone zu beenden. Auch die Übernahme der Postbank gestaltet sich äußerst holprig und könnte mit und durch staatliche Beteiligung Josef Ackermanns “großes Fiasko” werden. So sind heute die Finanztitel einmal mehr im unteren Bereich der Performanceübersicht zu finden. Abgesehen davon schafft es bei einem DAX-Abschlag von 4,6% kein einziger Titel in die Gewinnzone. Volkswagen hält mit -0,4% die hellrote Laterne.

Passend zum Verlust des Vertrauens der Anleger gibt es im XETRA-Handel einen Umsatzrückgang nach dem anderen. Mit den Verlusten der Aktienwerte werden auch bei einigen Unternehmen die Gewinne schmelzen, so dass sich auch Indikatoren wie KGVs auf einem neuen Niveau einpegeln werden. Ausblicke? Quasi nicht möglich – von 10.000 Punkten im DAX aber ganz sicher meilenweit entfernt.

Mit einer ordentlichen Portion Mut zur Lücke könnte man glatt auf eine technische Gegenbewegung am morgigen Tag spekulieren – nach den letzten Tagen (Chart – 10-Tages-Chart DAX) wäre eine Fortsetzung des Trends nicht außerhalb des Vorstellbaren.

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