Nachdem aus dem sozialen Netzwerk SchülerVZ Daten in beträchtlicher Größenordnung aufgetaucht waren, konnte in verhältnismäßig kurzer Zeit ein (vermeintlich) Schuldiger identifiziert und festgenommen werden. Inwiefern es sich bei der festgesetzten Person tatsächlich um einen der vermeintlichen Datendiebe handelt und insbesondere ob der junge Mann in Zusammenhang mit dem Erpressungsversuch stand, mit dem die VZ-Gruppe konfrontiert war, ist bislang ungeklärt.
Tragischerweise hat sich der verdächtige (gerade 20 Jahre alte) Mann jetzt in der Untersuchungshaft das Leben genommen. Bereits bei Bekanntwerden hatte mich ja über die Datenschutzproblematik mit der Bemerkung geäußert, dass die Verantwortung nur zu Teilen dem Betreiber der Seite zugeteilt werden kann – jeder entscheidet selbst, wo er welche Daten preisgibt. Auch wenn eine Erpressung kein Kavaliersdelikt ist – und auch wenn Datendiebstahl nicht in die Kiste “Jungenstreich” geordnet werden sollte – die Nachricht über den Suizid finde ich schon tragisch.
Bei Netzpolitik wird der Vorfall in ungewohnter Kürze kommentiert:
Eine traurige Geschichte.
Mehr habe ich dem ansich nicht zuzufügen.

