Archiv vom April 2009

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Ford und Opel führen die Pannenstatistik an…

Auch unter dem Umstand der Automobilkrise und den konjunkturellen Hilfen der Bundesregierung veröffentlichte der ADAC die alljährliche Pannenstatistik. Diese kann klar als Kaufempfehlung deutscher Premiummarken interpretiert werden – besonders ärgerlich dürfte das Papier jedoch für Ford und Opel sein. Die zwei Marken teilen sich gleich in mehreren Kategorien die rot markierten Plätze. Audi, Mercedes und BMW hingegen lieferten solide Erzeugnisse ab. Im Mittelfeld rangieren die ausländischen Marken Renault, Citroen, Toyota und Volvo.

Mehr Informationen gibt es beim ADAC (und aktuell in der Tagespresse). Der Automobilclub hält darüber hinaus auch die tabellarische Aufstellung bereit.

Wie bei jeder Statistik sollten auch hier die Randbedingungen Beachtung finden. Erfasst werden ausschließlich Pannenfälle, die über den ADAC bearbeitet wurden. Das schließt alle Fälle aus, in denen der Wagen noch zur Werkstatt kriechen konnte sowie die Probleme, welche über herstellereigene Servicebereiche behoben wurden. Die Zahlen sind übergreifend stark rückläufig, was die Vermutung zulässt, dass wachsende Anteile der Fahrer auf den Hersteller oder einen anderen Pannendienst (beispielsweise über die Versicherung) zurückgreift.

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Abwrackprämie 2.0 – der Segen geht weiter

Gut – Segen oder nicht liegt an dieser Stelle sicher im Auge des Betrachters. Fakt ist, dass der Schrottprämientopf deutlich auf nun 5 Mrd. € aufgestockt wurde, so dass der Zeitraum bis zur Wahl gesichert sein sollte. Weiterhin bleibt es auch bei der vollen Summe von 2.500€ pro Kauf – darüber war man sich in letzter Zeit ja nicht immer einig.

Damit ist aus einem klaren “nein” zur Verlängerung seitens der Bundeskanzlerin innerhalb eines doch überschaubaren Zeitraums ein freundliches “ja” geworden. Die Hersteller werden es nutzen und medial in die “Schrottkerbe” schlagen. Vermutlich werden nun alle versuchen, ihr günstigstes Angebot channelübergreifend zu präsentieren und dieses unter Einrechnung der Prämie und unter Verzicht auf Ausstattung dem Preislimit anzunähern. Mein Beileid an dieser Stelle gilt den Gebrauchtwagenhändlern und denen, deren Fahrzeug aktuell 7 oder 8 Jahre alt ist und bis Jahresende das neunte Lebensjahr nicht mehr erreicht.

Trotz allem: es existiert der Markt außerhalb des Abwrackgeschäfts – aktuell möchte nur niemand darüber berichten. Im Fall von Opel war letztens zu lesen, dass über die Prämie 40.000 Fahrzeuge abgesetzt wurden – für den Insignia allein liegen jedoch jetzt schon 80.000 Bestellungen vor. Nun stellt sich die Frage, ob man auf Gedeih und Verderb am Kleinwagengeschäft ohne nennenswerte Spannen teilnehmen will oder vielleicht doch einigen älteren Maximen folgt und über ansprechende Produkte die Deckungsbeiträge steigert.