Was in anderen Städten bereits vor geraumer Zeit geplant und umgesetzt wurde, passiert nun auch in Dresden: der “26er-Ring” wird ab 2010 zur Umweltzone. Für alle, die mit dem Auto diesen Bereich kreuzen möchten, bedeutet dies: Plakette kleben. Wer mit seinem Fahrzeug keine grüne Plakette bekommt, muss draußen bleiben.
Hintergrund sind durch die EU festgesetzte Grenzwerte für Abgase – in Dresden handelt es sich maßgeblich um Stickoxide – die Feinstaubbelastung befindet sich im “grünen” Bereich.
Erstaunt war ich über die Menge der Fahrzeuge, die der Auswertung der SZ zufolge keine grüne Plakette erhalten. Von 210.000 Fahzeugen betriff es 50.000, was immerhin runde 25% darstellt.
Related posts:
- Ein Stück Dresden – Hofkirche & Residenzschloss Einmal mehr möchte ich die lose Serie aus Dresden fortsetzen und um ein Bild erweitern. Zu sehen sind die Hofkirche...
- Dresden bei IT-Fachkräften ganz vorn dabei! Der Anteil Arbeitnehmer im IT-Umfeld ist in Dresden prozentual bundesweit am Höchsten. Das hat eine Bitkom-Studie ergeben – maßgeblich dazu...
- Trendsport in Dresden: Parkour Wie der neue Trendsport geboren wurde, weiß ich leider nicht – die Vermutung liegt allerdings nahe, dass Einbrecher auf der...
- Semicon Europe zieht nach Dresden Passend zum Silizium-Flair Sachsens kommt nun die Branchenmesse Semicon nach Dresden. Ab 2009 werden regelmäßig die Lager in der Landeshauptstadt...
- Demonstration in Dresden Nach dem Pariser Vorbild hat die Polizei heute in Dresden aufgerüstet. Zwischen Hauptbahnhof und Universitätsgelände sind (zumindest war das vorhin...

Ach, ist das jetzt schon beschlossene Sache?
Mir solls ja recht sein, aber afaik gibts nirgends Daten die beweisen dass es wirklich was bringt, ausser natürlich die Euros für die Plaketten und die für die Neuanschaffungen voreiliger Bürger.
Korrekt. Das ist ja nicht die erste Plakette, die man dem Bürger aufdrückt. Solche Versuche gabs schonmal – damals stand “G-Kat” drauf…
Naja – kommt Zeit kommt Rat – und die Umweltzonen sind sicher auch nicht für die Ewigkeit. Wenn der Einzelhandel beginnt zu schimpfen, wird man sich was anderes einfallen lassen müssen. Leute mit überfüllten Beuteln gehen eher zum Auto als zur Bahn… Was nützt eine autofreie Innenstadt, die keinen Magneten mehr hat?
Für den Schilderproduzenten ist das allemal ein Highlight :)
Es wird kommen wie schon des Öfteren in diesem Land. Erst wenn die Läden zu sind, die Arbeitskräfte auf der Budapester Straße anstehen und Existenzen vernichtet, wird irgendwer den plötzlichen Gedanken haben, dass das doch keine so gute Sache ist.
Unsere Kunden kommen zum großen Teil auch aus dem sächsischen Umland, wo noch keine eine Plakette braucht. De Fakto werden wir diese Kunden also verlieren und damit auch unsere Existenz.
Zugegeben, das Thema Feinstaub existiert nicht erst seit kurzem. Aber ist es unseren Politikern mal aufgefallen, dass vor 3,4 oder 5 Jahren ein Partikelfilter bei Dieselfahrzeugen noch nicht Standard war und diese Autos damals auch schon unverschämt viel Geld gekostet haben? Geld, von dem heute nur noch der geringste Teil durch Verkauf zu erzielen ist? Und wenn ich heute in der Zeitung lese, dass Qimondamitarbeiter Schlange stehen um sich arbeitslos zu melden, werden die auch nicht die Neuwagenbesitzer der Zukunft sein.
Und was wird mit Bussen, Lieferfahrzeugen und Taxis?
Ohne Übergangszeit sofort mit der grünen Plakette zu starten halte ich persönlich für weltfremd, unverschämt und überzogen.
Feinstaub soll darüber hinaus nichtmal Dresdens “großes Problem” sein.
Was die Verkehrspolitik Dresdens angeht, bin ich ohnehin regelmäßig verwundert. Extrem “spannend” ist auch seit Jahren die Kesselsdorfer Str. Ich befürchte, den Einzelhandel mit autofreien Zonen zu ködern ist außerhalb des Stadtkerns nicht möglich.
Es wäre ja okay und auch lobenswert, wenn neue Fahrzeuge
mit Rußpartikellfilter ausgestattet werden, ab Werk, aber dieses
auf Biegen und Brechen dem Bürger wieder das Geld aus der Tasche zu ziehen, ist wiedermal nur widerlich.
Jemand der alle 3 Jahre ein neues Auto kauft, least, wie auch immer, stört das wenig.
Jemand der sich ein Auto anschafft und beabsichtigt es über einen längeren Zeitraum zu fahren, fühlt sich zu Recht ins Gesicht getreten.
Reicht es denn nicht aus, dass die Hersteller verpflichtet werden, neue Fahrzeuge mit Rußpartikelfilter auszustatten? Nein, reicht es nicht.
Die EU will saubere Luft, also muss jeder dafür bezahlen.
Es ist nur zum Kotzen mit diesen Drecksäcken, die mit ihren beschissen verfuckten großen Karren über die Straßen fahren. Rausziehen, auf die Fresse hauen und die Karre anzünden.
Sehr absolutes Statement – korrekt ist jedoch der Umstand, dass es am ehesten die trifft, die jetzt einen 3-5 Jahre alten Diesel ohne besagten Partikelfilter fahren.
So weit ich weiß, wird es allerdings noch eine Weile dauern, bis dieser für das Befahren der Innenstädte Pflicht wird. Für die ersten Jahre dürfte auch die gelbe Plakette die Anforderungen für die Innenstadtbefahrung erfüllen.
Etwas verwundert bin ich über die Maßnahme “Plakette” trotzdem – ist dies doch schon vor einigen Jahren einmal gescheitert. Damals konnte man sich die Kennzeichnung “G-Kat” in die Frontscheibe heften.
Dann fahr doch nächstes Jahr mal nach Hannover mit deiner gelben Plakette ;)
Im übrigen ist das Anzünden von Autos der Reduzierung der Feinstaubbelastung eher nicht zuträglich…
Ui :-) seltene Gäste!
Glücklicherweise schimmert es grün durch meine Frontscheibe – aber wieso gerade Hannover? Dort ist’s wohl besonders “fortschrittlich”?
Viele Grüße nach L. bei S.!