Archiv vom Februar 2009

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GM in der Klemme – und Opel?

Der amerikanisch Hersteller General Motors ist defakto insolvent – wären da nicht die Milliardenhilfen seitens der US-Regierung. Der Konzern fasst weltweit aktuell 250.000 Mitarbeiter – ungefähr 26.000 auch an deutschen Standorten der Firma Opel.

Gestern wurde wild spekuliert, wie die Zukunft des Konzerns und auch der “Marke mit dem Blitz” aussehen könnte und als wahrscheinlich waren drastische Kostenreduzierungen, Werksschließungen und Entlassungen gehandelt worden. Eine Medienversion bestand darüber hinaus im “Verhungern lassen” der Marke.

Alles Spekulation? Die Nacht brachte nun einige Fakten. Es bleibt somit dabei, dass auch bei Opel Geld in großen Mengen gespaart werden muss – nicht jedoch die Schließung sondern vielmehr die Zusammenfassung der Marken Opel, Vauxhall und Saab könnten den gewünschten Effekt erzielen. Vor einem Verkauf der Marke scheuen sich die GM-Entscheider in Hinblick auf den fehlenden Erlös, der auf Grund der schlechten Marktlage wohl aktuell zu erzielen wäre und darüber hinaus stehen schlichtweg keine wirklich kaufinteressierten Interessenten zur Verfügung.

In Rüsselsheim heißt es nun “Konzepte schmieden” – nicht nur GM – auch die zur Hilfe gebetene Politik erwartet vom Vorstand tragfähige Konzepte. Auch eine Herauslösung wird nun nicht mehr ausgeschlossen. Bund und Länder stehen für dieses Unterfangen scheinbar Gewehr bei Fuß.

Überstanden ist die Misere lange nicht. Aktuell wird wohl gerade die Gürtelschnalle geöffnet, um im nächsten Schritt zwei bis drei Loch zuzulegen. Besonders gefährlich dürfte der erneute Milliardenbedarf bei GM sein, der wohl oder übel wieder aus amerikanischen Steuergeldern finanziert wird. Wie groß das Verständnis für ausländische Beschäftigte ist, wird sich an dieser sensiblen Stelle zeigen müssen.

More: FAZ.

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HRE-Verstaatlichung möglich

Mit einem Gesetzentwurf zur Zwangsenteignung von Aktionären ist eine Möglichkeit der Verstaatlichung von angeschlagenen Unternehmen (im aktuellen Fall vorerst Banken) auf den Weg gebracht.

Der Entwurf, dessen Beschluss im Kabinett noch aussteht, soll lediglich den extremen Ernstfall betrachten und darüber hinaus bis 30. Juni 2009 befristet sein. Tatsächlich dürfte ein derartiger Eingriff ins Wirtschaftsleben nicht ohne Nebenwirkungen bleiben. Die Wahl lässt allerdings nur negative Szenarios zu, wie im Falle von Lehman Brothers beobachtet werden konnte.

Ob sich für diese Vorlage eine Mehrheit findet, ist noch unklar – der Widerstand jedenfalls formiert sich auf allen Planken.

Die Mehrheit ist gefunden und der Weg somit frei für eine Staatsbeteiligung von 50% plus einer Stimme. Da die Marschroute aktuell strikt gegen das “Fallenlassen” von Banken ausgerichtet ist, bleiben nur zwei Möglichkeiten: staatliche Stützen oder Verstaatlichung.

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It’s new and in HD – The Simpsons

Seit dem gestrigen Tage dürfen sich die Simpsons-Fans in Amerika über die Ausstrahlung in HD freuen. Pünktlich zum Start wurde zudem ein verlängertes und überarbeitetes Intro produziert.

Hierzulande wird sich bezüglich des Signals vorerst nix tun – auch wenn die Hersteller die Märkte mit flachen Geräten mit hoher Auflösung fluten – das Signal bleibt vorerst das Alte.

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AMI in Leipzig – 2009 “verschlankt”

Für die AMI – die Automobil International – trifft die Krise zweifelsfrei die falsche Branche. So haben für die Messe, die dieses Jahr zwischen 28. März und 5. April stattfinden wird, mittlerweile BMW, Nissan, Volvo, Saab, Chrysler, Dodge und Mitsubishi ihren Auftritt abgesagt.

Dem allgemeinen Tenor folgend wird auch die Messe im Zeichen des Sparens stehen. Nicht nur CO2 – vielmehr die Geldbeutel der Kunden wollen Schonung erfahren, so dass Erdgas- und Autogasantriebe wieder voll im Trend liegen.

Ich hoffe trotzdem, dass man auf der Messe einmal mehr zum Kind werden kann und die Aussteller nicht allzu ökonomisch an die Vorbereitungen schreiten. Mit Freude erinnere ich mich an diverse Testfahrten, bei denen in den letzten Jahren auch Geschwindigkeiten oberhalb 250 km/h in der Praxis erprobt werden konnten.

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Werbung in Krisenzeiten

Erstaunlich ist die Entdeckung nicht – verwundert hat sie mich doch ein wenig. Ein Werbeblock im Onlineangebot der Regionalen verweist auf die Möglichkeiten des Immobilienarrangements in Dubai.

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Versprochen wird vollmundig eine Rendite von über 10% – ungeachtet der Immobilien- und Bankenkrise. Darüber hinaus liest man quasi an “jeder Ecke”, dass das Angebot an Raum in Dubai die Nachfrage langsam aber sicher um Potenzen überschreitet, was in keinster Weise Preisstabilität garantiert. Dass jetzt so offensiv Geldgeber gesucht werden, wundert mich schon ein wenig – ich dachte, man könne die Investitionen durch Ölgelder deckeln.

Schön ist auch die Anzeige der Vermögensverwaltung – kann ich dem zugeordneten Bild entnehmen, dass mittels Pferdewetten Rendite erzielt werden soll oder kauft sich der Verwalter persönlich einen neuen Gaul? Vielleicht wird ja auch in Pferdestärken investiert – nichts ist unmöglich :-)

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Hybrid Post 2 – Brief2.0

Wenn es nach dem Willen der Post geht, könnte man demnächst die Vorzüge einer Mail mit dem Charme eines Briefs kombinieren. Im Detail bedeutet das die Zustellung von Papierpost innerhalb weniger Stunden – der Absender verschickt seine Message per Mail an die Post. Dort wird der Inhalt buchstäblich “zu Papier gebracht” und zugestellt. Weltweite Partner ermöglichen eine Versandzeit, die deutlich unter den jetzigen liegt. Darüber hinaus ergeben sich energiepolitisch deutliche Vorteile, weil der Brief eben nicht per Luftfracht über tausende Kilometer transportiert werden muss. Im Gegensatz zur Mail schneidet die Variante trotzdem schlecht ab – allein schon wegen des Ausdrucks.

Ob es einen Markt für diese Idee geben wird, dürfte die Zukunft zeigen – ich finde die Idee zu schade für die Schublade – für eine Goldgrube halte ich sie allerdings nicht.

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