Schon vor einiger Zeit hatte ich das Thema Bürgermail aufgegriffen und für mich einige Erfolgskriterien identifiziert. Damals dachte ich eher an technische Parameter und organisatorische Rahmenbedingungen – heute fällt mir eines wie Schuppen von den Augen: der Dienst wird nicht kostenfrei sein und damit meines Erachtens nach scheitern.
Die Gegner stehen bereits Gewehr bei Fuß: von Schäuble-Mail bis Spionagemail höre ich es von den Dächern pfeiffen – warum sollte sich also jemand kostenpflichtig eine staatlich derart trivial zu überwachende Adresse besorgen, wenn er doch kostenfrei bei hunderten Anbietern ähnliche Dienste erwarten kann? Allein die Behörden werden die freie Mail-Kommunikation nicht empfangen wollen – für den Erfolg ist IT-Sicherheit zu extrem durch die Medienmangel gedreht worden, als das diese Offerte glaubwürdig und praktikabel erscheint.
Die potenziellen Anwendungsfelder wären damit auf die Kommunikation mit dem Finanzamt des Vertrauens sowie mit dem Bürgerbüro um die Ecke abgehakt. Schade eigentlich.
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Das “Warum” ist einfach: um Rechtssicherheit zu erlagen – was Bürgerportale aber für Firmen viel interessanter macht als für Bürger. Das BMI erfofft sich übrigens für Bürger eine kostenlose Nutzung.
Ausführliche Infos gibts auch beim sicherheitsblog:
http://www.sicherheitsblog.info/blog/index.php?/archives/124-2009-02-04.html