SAP mit weiterem Großauftrag

Der Walldorfer Softwareriese SAP hat nach der UNO einen weiteren Großauftrag gewinnen können. Es handelt sich um die (Überraschung!) Bundesagentur für Arbeit, die ihren monströsen Etat zukunftssicher verplant geplant wissen möchte. Über die Auftragssumme hüllt man sich wohlwollend in Schweigen. Immerhin steht aus dem letzten Jahr ein Überschuss in Höhe von 1 Mrd. € zur Verfügung, der jetzt offensichtlich mit Hochdruck verplant wird.

Einige Kuriositäten hat der IT-Chef der Agentur noch verraten. Das “Amt” verfügt über einen Etat von 41 Mrd. €. In 660 Geschäftsstellen arbeiten rund 100.000 Mitarbeiter. Klingt das skurril? Vielleicht – einfach kurz nachgerechnet bedeutet das bei aktuell ca. 3.000.000 offiziellen Arbeitslosen:

  • Auf 30 Arbeitslose kommt ein Beschäftigter der Bundesagentur für Arbeit – wozu also Wartezeiten?
  • Der durchschnittliche Anspruch auf staatliche Unterstützung könnte bei 13.666€ pro Kopf liegen – ein Argument für das Bürgergeld.
  • Pro Beschäftigtem werden 410.000€ umgewälzt – da im Regelfall die Ausstellung eines Bescheids ausreichend sein dürfte, ist das nicht zu viel.

Ich würde die Zahlen nicht weiter kommentieren wollen, da kann jeder für sich selbst kreativ werden :-)

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