Die schwer getroffene Bank Hypo Real Estate (HRE) ist auf weitere Staatshilfen angewiesen. Die Vermutung, dass noch lange nicht alle “faulen Anlagen” der Banken identifiziert und glattgestellt sind, wird damit weiter untermauert.
Im Falle der HRE werden weitere 12 Mrd. € Bundesbürgschaften aus dem Rettungsfonds Soffin bereitgestellt, so dass die Gruppe mittlerweile auf 40 Mrd. € “hockt”. Das wären fast 10% des Gesamtumfangs des Rettungstopfes.
Darüber hinaus wurden erst im Herbst Hilfen in Höhe von 50 Mrd. € gewährt. Ich vermute, kein Investor der Welt hätte an einem derartigen Geschäft Interesse. Ob der Bund noch einsteigt, ist weiterhin offen – bezahlt ist die Bank mittlerweile allemal.
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Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn man die HRE analog den Lehman Brothers nicht gestützt hätte. Wäre das teuerer geworden?
Das ist schwer zu sagen. Die Abfindung der Anleger in “bad papers” ist im Falle einer Pleite noch schwieriger als ohne, da durch die immensen Mittelbewegungen quasi alle Papiere ins Risikoportfolio wandern. Das kann man sich wohl wie ein sinkendes Schiff vorstellen – alle wollen auf einmal runter aber es gibt nur begrenzt Rettungsboote. Wer zuerst kommt malt zuerst – wer das gesunkene Boot verlassen will, der wird Probleme mit eindringendem Wasser bekommen… So betrachtet könnte das in der Tat noch teurer werden.