Die Studiengebühr und ihre Verwendung

Der Ärger um die Studiengebühren, welche von Bundesland zu Bundesland erhoben werden oder auch nicht, erreicht einen neuen Höhepunkt. Die Abgabe von 500€ pro Semester sollte – so die Ansage der Politik – zur Verbesserung der Lehre genutzt werden. Schon während der Diskussionen über die Einführung waren sich die Kritiker einig: so wird es nicht. Die Gründe für die ablehnende Haltung waren weitläufig – das Grundproblem jedoch waren fehlende Konzepte zur Verwendung sowie Uneinigkeit über die Zuständigkeit der Verteilung.

Der wohl skurrilste Vorschlag zur Verbrennung der Gelder kommt jetzt aus Hohenheim, wo man die immensen Heizkosten für den wirklich schönen Altbau aus diesem Topf begleichen möchte. Warum? Weil das Land keine ausreichenden Mittel zur Verfügung stellt. Darüber hinaus werden noch einige “Löcher des Etats” gestopft. Ansich nicht unbequem – braucht man sich doch jetzt auch nicht mehr darüber den Kopf zu zerbrechen, wie man die Lehre mittels der 5 Mio. € verbessern könnte. Es bleibt also alles beim Alten.

In Sachsen existiert die Gebühr noch nicht – ich bin gespannt, wie lange dieser Zustand anhalten wird. Für eine mögliche Einführung würde ich mir durchdachte Konzepte wünschen, die günstigstenfalls nicht politisch motiviert sondern in Zusammenarbeit von Uni und Studenten entstehen. Vielleicht kommt alles ganz anders und die Länder, in denen die Studiengebühr gezogen wird, schaffen diese wieder ab.

Via Unispiegel.

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