Nach den Spekulationen der letzten Tage hat sich Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann abermals klar und deutlich zum Rettungspaket geäußert:
Wir werden aus heutiger Sicht nicht mitmachen, weil wir ja stark sind.
und:
Ich verstehe die Diskussion überhaupt nicht. Ich bin dankbar, dass wir das Geld für die einsetzen können, die es nötig haben. Und die anderen, die es mit allen Mitteln versuchen, es eigenständig zu machen, die sollten doch nicht kritisiert werden.
Tatsächlich ist dieses Vorgehen weder falsch noch verwerflich – weder für die Bank noch für den Steuerzahler. Dem entgegen steht die Regierungsmeinung, die die Zwangshilfe (nach englischem Vorbild) prüft – dennoch ablehnt. Die Gedanken des freien Marktes an dieser Stelle zu kippen wäre wohl auch nicht der optimale Weg.
Dass in der Wirtschaft auf Grund der Geldverknappung folglich auch weniger Kapital ankommt, kann dennoch kritisch betrachtet werden. Im Detail würde mich das Vorgehen bei Kreditvergaben dann doch interessieren. Unterscheidet sich die Vergabe bei der Deutschen Bank von anderen Banken – speziell in der aktuellen Situation – im Vergleich zu Instituten, welche die staatlichen Hilfen angenommen haben?
Mehr dazu in der FAZ.
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Verzicht der Deutschen Bank auf Rettungspaket benachteiligt Aktionäre!!!
Nun gibt es also doch keine gemeinschaftliche Aktion mehrerer privater Banken zur Annahme des staatlichen Hilfspaketes. Die Commerzbank hat sich für die Annahme entschieden, die Deutsche Bank selbst fühlt sich stark genug und will auf die Annahme verzichten, vorerst. Ob sich Herr Dr. Ackermann noch ein Hintertürchen offen lässt ist unklar. In der ZDF-Sendung “Berlin direkt” jedenfalls sagte er: “Wir werden aus heutiger Sicht nicht mitmachen, weil wir ja stark sind.”
Kreditmarkt wird der Deutschen Bank antworten
Ob der Kreditmarkt ebenfalls diese Stärke spürt, wird sich in dieser Woche zeigen müssen. In der letzten Woche wiesen die Credit Spreads für die Versicherung von Verbindlichkeiten der Deutschen Bank noch die zweithöchste Prämie nach der HSH-Nordbank auf. Während sich Verbindlichkeiten der Commerzbank am Freitag mit 65 Punkten versichern ließen, mussten Gläubiger der Deutschen Bank mit 125 Punkten fast das Doppelte zahlen. Damit ist die Refinanzierung am Markt weiterhin vergleichsweise teuer für die Bank.
Schöne Grüße
Daniel
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