Nach langen Verhandlungen und dem letztlich im Kongress gescheiterten Entwurf zur Rettung der amerikanischen Automobilindustrie kommt nun doch die helfende Hand vom Staat. Die schwer krisengeschwächten Konzerne General Motors und Chrysler werden im Rahmen eines Notkredits Hilfen in Höhe von 17,4 Mrd. US-$ erhalten. Das ist definitiv ein sattes Pfund, was in seinem Ausmaß im Verhältnis zum Rettungspaket für die Finanzbranche in Höhe von 700 Mrd. US-$ allerdings deutlich an Wucht verliert. Genau aus diesem Topf werden die Kredite auch ausgezahlt – bis Januar immerhin 13,4 Mrd. $, um die Liquidität sicherzustellen und die Insolvenz zu vermeiden sowie die verbleibenden 4 Mrd. $ im Februar.
Die Einwände dagegen scheinen allerdings nicht aus der Welt gekehrt, sind die Restriktionen doch eher auf Managerbestrafung als auf die Ausrichtung der Geschäfte auf die Zukunft gemünzt. Die Führungsetagen müssen vorerst auf Dividenden verzichten und sich auf Gehaltsbegrenzungen einstellen.
Die deutsche GM-Tochter Opel steht weiterhin in Verhandlung mit Regierungskreisen. Ich persönlich vermute ja einen baldigen Verkauf – ob ein liquider und zuverlässiger Interessent zur Verfügung steht, wird allerdings (noch) nicht verraten.
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