Archiv vom November 2008

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Desaster in Hessen – Andrea Ypsilanti gibt auf

Nach der gescheiterten Wahl zur Ministerpräsidentin nimmt Andrea Ypsilanti ihren Hut und wird zur Neuwahl nicht mehr antreten. Damit ist die Stürzung von Ministerpräsident Koch missglückt und seitens der SPD ist es einmal mehr nicht gelungen, dem Wähler einen vertrauensvollen Eindruck zu vermitteln. Der Boykott aus den eigenen Reihen kann gut und gerne als Katastrophe interpretiert werden.

Nächster Kandidat wird Thorsten Schäfer-Gümbel sein, Franz Müntefering deutet unterdessen an, dass auch eine durchweg rote Regierungskoalition diskutabel sei. Eine weitere nicht unerhebliche Änderung der Vorzeichen – ob der Wähler das wohlwollend zur Kenntnis nimmt, wird sich noch zeigen. Ich vermute fast, dass sich das Thema Regierung für die SPD in die Zukunft verschoben hat.

Via FAZ.

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Erste 1-Euro-GmbH gegründet

Den langen Diskussionen folgend wurde am Samstag, dem 1. November 2008 die erste Unternehmergesellschaft gegründet. Das Pendant zur englischen Limited kann mit einer Stammeinlage von einem Euro gegründet werden – birgt allerdings einige nicht unwesentliche Einschränkungen.

Politisch gewünscht ist die Wandlung zur GmbH, was eine Zwangseinlage von 25% des jährlichen Gewinns bis zur Erreichung der 25.000 € Stammeinlage einer GmbH mit sich bringt. Darüber hinaus existieren Einschränkungen bei der Anzahl Gesellschafter und Geschäftsführer. Die Beschränkung auf maximal einen Geschäftsführer dürfte nach wie vor gerade bei Startups gehäuft zur Wahl der Limited führen.

Ein weiterer Wehrmutstropfen bleiben die hohen bürokratischen Hürden – die Mini-GmbH bedarf unter Anderem der notariellen Beurkundung.

Die FAZ berichtete über die Gründung der ersten 1-Euro-Gmbh, die als Tochter der Fortis AG unter dem Namen “Fortis 1. Vermögensverwaltung Unternehmergesellschaft” die Geschäfte pünktlich zum 1. November 2008 aufnahm.

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Bandbreitenwahn bei Kabel Deutschland

Nachdem Kabel Deutschland vor einiger Zeit mit Tests zu sehr großen Bandbreiten durch die Presse ging, wird nun das Angebot für Endkunden angepasst. Über satte 32 MBit/s Download und 2 MBit/s Upload kann der geneigte Kunde verfügen – und das zu äußerst attraktiven Preisen. Das Paket soll für 29,90€ käuflich sein – für die ersten 12 Monate der Laufzeit wird es einen Werbepreis von 22,90 geben. So langsam aber sicher scheint Kabel Deutschland die Nutzung des Netzes in den Griff zu bekommen – qualitativ sind sie ohnehin vielerorts besser aufgestellt als die Telekom mit der Kupfer-Klingeldraht-Doppelader.

Benötigt man die Bandbreite wirklich? In Anbetracht des Preisgefälles: wer würde nicht den Mercedes zum VW-Preis fahren :-)

Via Golem.

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Finanzkrise und IT – kein Zusammenhang?

Scheinbar unbeeindruckt zeigt sich IT-Arbeitsmarkt in Anbetracht der Finanzkrise. Hat sich der Stellenwert der IT verändert? Haben wir das Stadium des Dienstleisters erreicht? Kann man von “Enablern” sprechen, auf die im Business ungern verzichtet wird? Wird der ITler als Partner bei der Erreichung von Geschäftszielen wahrgenommen?

Die Zahlen, welche vom Projektwerk monatlich erhoben werden, lassen dies zumindest erahnen. Kaum Rückgänge in den Auftragsausschreibungen und nach wie vor zahllose unbesetzte Stellen. Leise könnte man vermuten, dass gerade Onlinevermittler noch davon profitieren könnten – kann man doch bei eingekauften Leistungen von einem geringeren Risiko ausgehen – aber der Teufel ist noch nicht an die Wand gemalt und ich werde das auch nicht tun.

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Deutsche Bank benötigt keine Hilfe

Nach den Spekulationen der letzten Tage hat sich Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann abermals klar und deutlich zum Rettungspaket geäußert:

Wir werden aus heutiger Sicht nicht mitmachen, weil wir ja stark sind.

und:

Ich verstehe die Diskussion überhaupt nicht. Ich bin dankbar, dass wir das Geld für die einsetzen können, die es nötig haben. Und die anderen, die es mit allen Mitteln versuchen, es eigenständig zu machen, die sollten doch nicht kritisiert werden.

Tatsächlich ist dieses Vorgehen weder falsch noch verwerflich – weder für die Bank noch für den Steuerzahler. Dem entgegen steht die Regierungsmeinung, die die Zwangshilfe (nach englischem Vorbild) prüft – dennoch ablehnt. Die Gedanken des freien Marktes an dieser Stelle zu kippen wäre wohl auch nicht der optimale Weg.

Dass in der Wirtschaft auf Grund der Geldverknappung folglich auch weniger Kapital ankommt, kann dennoch kritisch betrachtet werden. Im Detail würde mich das Vorgehen bei Kreditvergaben dann doch interessieren. Unterscheidet sich die Vergabe bei der Deutschen Bank von anderen Banken – speziell in der aktuellen Situation – im Vergleich zu Instituten, welche die staatlichen Hilfen angenommen haben?

Mehr dazu in der FAZ.

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Off Topic: Wackelwodka zum Samstag-Abend

Passt leider garnicht ins Thema, da ich ja keinen Kochblog betreibe, sieht aber irgendwie total lustig-giftig aus.

Die Wikipedia verrät unter dem Eintrag Götterspeise, wie der Herstellungs-Workflow (ganz ohne Fachbegriffe gehts doch nicht) sein sollte. Als Bezeichnungen verheißen Wackelwodka, Vodka Jellies, Jelly-Shots und Wuaklpiotr einen interessanten Abend. Der Alkoholgehalt liegt mit 9-12% mit Wein auf Augenhöhe – die Menge jedoch nicht, so dass man bei vorsichtigem Genuss sogar noch heimfahren kann (in Bayern hätte man unter Ministerpräsident Beckstein die Menge missachten können…).

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