Archiv vom Oktober 2008

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Volkswagen AG – ein Tagesrückblick

Nachdem die Volkswagen-Tochter Audi einmal mehr sensationelle Absatzzahlen vermelden konnte und Porsche zudem noch verkündete, dass eine Aufstockung der Anteile auf über 50% in Planung sei, waren die Papiere des VW-Konzerns heute dankbares Opfer der sonst müden und von der Bankenkrise gebeutelten Spekulanten.

Das abgebildete Chart zeigt den heutigen Tages(!)verlauf. In der Spitze konnte die Aktie ein Plus von 50% verbuchen – der Schlusskurs wird 2% im Minus bei 283,50€ festgestellt.

Derartige Kursschwankungen kannte man bis dato lediglich von Pennystocks. Die turbulenten letzten Tage konnten durchaus auch Bankenwerte in der Größenordnung bewegen – allerdings nur in eine Richtung.

Der Volkswagen-Konzern besitzt eine Marktkapitalisierung von ca. 92 Mrd. €. Die heutige Tagesveränderung hat den Börsenwert des Unternehmens (wenngleich nur äußerst kurzfristig) um satte 46 Mrd. € auf 138 Mrd. € verschoben. Die Vermutung liegt nahe, dass diese extreme Schwankung auf kreditbasierte Geschäfte (Spekulation – Optionen – Zertifikate – Hebelwirkung) zurückzuführen ist. Vielleicht ist in den nächsten Tagen dazu mehr zu lesen.

Ansonsten laufen die Märkte unverändert ins Minus – der letzte Wert des DAX im späten Handel beträgt 5.156 Zähler, was einen Abschlag von 5% bedeutet.

Die Presse: “Appelle zur Beruhigung und Wirbel an den Börsen, FAZ”, “Europäer retten ihre Großbanken”, Sueddeutsche”.

Die Politik (in Person allen voran Angela Merkel) rückt zunehmend in den Fokus der Berichterstattung. Die Tage der Verharmlosung sind vorbei, so dass jetzt echtes Krisenmanagement gefragt ist. Für Angela Merkel eine neue Situation…

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Auf die Bankenkrise folgt der Ausverkauf…

Nachdem die Spekulationen für und wider des Rettungspakets für die deutlich unter Zugzwang geratene Hypo Real Estate am Wochenende einen neuen Höhepunkt erreicht hat, werden die Anleger deutlich nervös. Der heutige Montag bringt über (fast) die gesamte Front breite Verluste:

  • DAX   -7%
  • MDAX   – 8%
  • TecDAX   -11%

Einmal mehr bildet die Volkswagen AG die (wohl Porsche-getriebene) Ausnahme: ein Plus von satten 6%.

Ich vermute, die Zeit ist reif für die eine oder andere Offenbarung über die tatsächlich verübten Praxen im Bankengeschäft. Unsere werte Regierung sichert mit einer Rekordsumme “Spareinlagen” ab (ca. 600 Mrd. €) – doch was genau wird überhaupt gesichert? Das Sparbuch, was wohl kaum noch einer im Schrank liegen hat, weil einerseits der Zinssatz unterirdisch ist und andererseits der nette Bankberater mit dem korrekten Schlips auf sichere und vor allem mit irren Renditen versehene Zertifikate beraten hat. Die Tatsache, dass fast alles über Termingeschäfte und damit kreditfinanziert abgewickelt wird, dürfte die Situation kaum verbessern. Die geschichtlich wohl einmalige Frage lautet für Banken die Tage wohl:

Wo bekommen wir sofort Barmittel?

Die Presse titelt unter dessen mit “Die Banker haben die Marktwirkschaft verraten”, “Helle Panik an den Börsen” und “Die Erpressten”.

Ich bin ehrlich gespannt, wie die Aufstellung der Gewinner und Verlierer aussehen wird – später, wenn man das Thema Finanzkrise in Büchern lesen wird. Da die Lösung im Werfen mit staatlichem Geld gesucht wird, wäre mein Tipp Inflation. Nicht extrem aber doch deutlich spürbar – damit wären auch Gewinner und Verlierer klar.

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Gimp 2.6 erschienen – Adobe kündigt CS4 an

Die frei erhältliche Grafiksoftware Gimp ist in Version 2.6 erschienen. Neben einigen Änderungen an der Menüstruktur sind auch zahlreiche Funktionen verbessert worden (Golem).

Interessant ist darüber hinaus die Frage, ob Gimp immernoch (oder gerade?!) ein Konkurrenzprodukt zu Adobes Photoshop sein kann. Ich persönlich bin nicht zuletzt auf Grund der anwenderfreulichen Lizenzbedingungen Fan von freier Software und freue mich immer wieder über den Umstand, dass man selten enttäuscht wird.

Mein letzter Blick in Adobes Produktpalette hat allerdings auch Appetit bereitet. Generell scheinen die Entwicklungsbudgets in Unternehmen, die der GPL-Konkurrenz ausgesetzt sind, zu steigen. Microsofts Office 2007 bringt überdurchschnittlich viele Änderungen mit sich und auch in den Creative Suiten scheint kein Stillstand einkehren zu wollen.

Kennt jemand beide Varianten etwas mehr als nur “vom Hinsehen”? Ich persönlich habe den Eindruck, dass der Unterschied in der Leistungsfähigkeit dieser Anwendungen steigt – und zwar nicht in Richtung der quelloffenen Angebote :-(.

Das Interesse scheint reichlich – in der Blogosphäre sind folgende Meinungen zu lesen:

emn.de, zahlenzerkleinerer, technik-news, mywoh.de, der jörg (mit neuem Design), hep-cat.de, zentrum des wahnsinns, nexem und viele Weitere mehr.

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Huber weg… Beckstein – auch weg!

Nach Erwin Huber hat sich nun auch der Bayrische Ministerpräsident Gunther Beckstein von der politischen Bühne verabschiedet. Klar wie klare Brühe – welche politische Gruppierung hätte mit den Führungspersonen nach den Ansagen im Wahlkampf Koalitionsverhandlungen führen wollen?!

Die zwei sind nun noch garnicht wirklich von der Bildfläche verschwunden, so stehen die nächsten Kandidaten in den Startlöchern. Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer scheint als Parteivorsitzender festzustehen, während für die Nachfolge Becksteins noch satte vier Kandidaten Aufstellung bezogen haben:

  • Joachim Hermman (Innenminister)
  • Thomas Goppel (Wirtschaftsminister)
  • Georg Schmid (Fraktionsvorsitzender)
  • Horst Seehofer (falls es zu keiner Einigung unter den anderen Kandidaten kommt)

Somit sind die Verlierer von gestern die Gewinner von heute.

Via FAZ, Sueddeutsche.

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