Der deutsche Aktienindex DAX sollte eigentlich als Stimmungsbarometer für die deutsche Aktienlandschaft gelten. Auf Grund der auf ein Minimum gefallenen Menge handelbarer VW-Aktien und der Spekulationswut einiger Hedge-Fonds war der VW-Konzern kurzzeitig zum teuersten börsennotierten Unternehmen aufgestiegen – inklusive entsprechender Gewichtung im DAX. In der Konsequenz zeigte der Index nur noch die Richtung des VW-Wertes an – unabhängig von der Wertentwicklung der anderen 29 Werte.
Der Deutschen Börse haftet nun das Image des VW-Index an, so dass ab Montag VW mit maximal 10% in die Indexberechnung einfließen wird – unabhängig von der Marktkapitalisierung.
Darüber hinaus wird geprüft, ob man das Papier vorzeitig abstuft – also aus dem Index entfernt. Basis dafür könnten die extremen Volatilitäten sein. Der Grenzwert für die 30-Tage-Volatilität liegt bei 250% – aktuell stehen bei VW 387% zu Buche.
Ob die Verbannung eines derart schweren Unternehmens aus dem Index der Wahrheit letzter Schluss ist, wird wohl noch intensiv diskutiert. Sollte die Entscheidung am Montag fallen, würde der Index Donnerstag erstmals ohne VW berechnet. Stattdessen kämen Beiersdorf, Salzgitter oder Q-Cells in Betracht.
Via FAZ.

