Nachdem Kurt Beck die Umfragetiefs gebucht hatte, scheint die Kanzlerfrage nun geklärt: für die SPD wird Frank-Walter Steinmeier antreten – so berichtet es zumindest der Spiegel. In Anbetracht der Merkelschen Kampfansage (Ziel ist Regierungskoalition mit der FDP) dürfte den Genossen ein wenig kühl um die Krawatten geworden sein, so dass eine personelle Entscheidung ansich überfällig war.
Unter heutigen Gesichtspunkten dürfte die K-Frage allerdings nicht stehen – weder in einer Regierungskoalition noch in einer fortgesetzten großen Koalition. Bis zur Wahl vergehen aber noch einige Monate – vielleicht gelingt es Steinmeier ja doch, die Parteifreunde auf Linie und die Wähler in die Kabine zu locken.
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Ist wahrscheinlich auch die letzte Chance für die SPD, bei der Wahl nicht total abzustürzen..
Seh ich auch so. Die Bedingung für ein halbwegs passables Ergebnis liegt meiner Meinung nach ganz klar in politischen Themen und nicht – wie bisher – in internen Meinungsverschiedenheiten. Sonst war es das letzte Mal, dass man sich mit “Wohlstandsproblemen” wie der Bildung einer Regierungskoalition auseinandersetzen musste.
Ich meine, die nächste Wahl endet nicht wieder in einer großen Koalition. Die große Änderung bringt das aber auch nicht – dafür ist die politische Landschaft viel zu “wahlzentriert”.