Landtagswahl in Bayern - fette CSU-Klatsche…
28. September 2008 von Stefan Jung
Der heutige Tag hat die Alleinherrschaft der CSU in Bayern beendet und ich bin doch verwundert über die bunte Zusammensetzung des neuen Landtages.
Erstmal die groben Fakten der Hochrechnung:
- CSU - 43 %
- SPD - 19 %
- Grüne - 9 %
- Freie Wähler - 10 %
- FDP - 8 %
- Linke - 4 %
- Sonstige - 6%
Gut - die CSU wird nun einen Verbündeten benötigen, um entscheidungsfähig zu bleiben - wie kommt man allerdings bei diesem Wahlergebnis (43% und damit klare Mehrheit) auf die Idee, eine Regierung unter Ausschluss der CSU zu bilden?! In der FAZ ist dazu zu lesen:
Der Spitzenkandidat der SPD, Franz Maget, nannte das prognostizierte Ergebnis ein „Erdbeben“ für die CSU. „Es gibt jetzt die Chance, eine Regierung ohne die CSU zu bilden“, sagte Maget im ZDF. „Das hätte noch vor einem halben Jahr niemand für möglich gehalten.“
Ich tippe doch auf Euphorie :-) Interessant wäre das Experiment allerdings schon - spinnt man den Gedanken weiter, könnte man ein Parlament theoretisch auch aus völlig unabhängigen und nicht in Parteien organisierten Bürgern zusammenstellen. Wenn die Interessensgruppen mit gleichen Anteilen wie in der Bevölkerung vertreten wären, könnte man ins Blaue behaupten, das wäre die ideale Demokratie… So - genug gespaßt.
Die Bilder des neuen Führungsduos Beckstein / Huber sprechen Bände - gleichwohl werden sie vorerst im Amt bleiben. Die Geschichte um das nicht zuletzt durch die genannten Herren forcierte Karriereende von Edmund Stoiber wird man die Tage nicht hören wollen - hatte er bei der letzten Wahl doch 60% der Stimmen und eine Zweidrittelmehrheit geholt.
Bier im Zelt und einige Parolen reichen halt doch nicht - auch nicht in Bayern.
Via der “Großen”: FAZ, Süddeutsche, Spiegel, FTD, Zeit.
Tags: bayern, beckstein, csu, huber, mehrheit, schlappe, stoiber, wahl
[...] (wo so sympathische Politiker wie Günther Beckstein -durch Direktmandat- wieder vertreten sind) [...]
Seehofer ist der lachende Dritte!
Ha! Das führt zu leichtem Schmunzeln. Tatsächlich wird der “zum Teufel gejagte” jetzt rehabilitiert. Es scheint, als gäbe es keine wirklichen Alternativen zu Seehofer. Dann soll es so sein :-)