LHC-Start in Cern
10. September 2008 von Stefan Jung
Nach 15 Jahren Bauzeit ist am heutigen Tag der weltgrößte Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collidier) erfolgreich (ohne Weltuntergang) in Betrieb gegangen. Dabei ist es erstmalig gelungen, einen Teilchenstrahl über den gesamten (27 km langen) Ring zu schicken. Die Umgebung ist dabei auf 4,5°K (nahe Nullpunkt) gekühlt.
Die Hoffnungen liegen in dem Nachweis des Higgs-Teilchens, dessen (theoretischer) Begründer dafür vermutlich den Nobelpreis erhalten würde. Darüber hinaus könnte die gesamte Physik auf neue Beine gestellt werden, da als “Abfallprodukt” eine Grundformel der Physik gefunden werden könnte.
Das Thema “Allerweltsformel” kocht damit einmal mehr hoch – ich persönlich gehe dabei von verhältnismäßig einfachen Berechnungen aus. Warum diese noch nicht gefunden ist, liegt vermutlich an den unbekannten Umgebungsbedingungen. Dunkle Materie dürfte eine entscheidende Rolle spielen – die Vorstellung winziger Volumina mit defakto unendlicher Masse dürfte vielen schwer fallen und der Beweis für das Urknallszenario steht ebenso noch aus.
Die Erwartungen in das 3 Mrd. teure Projekt sind also groß und getreu dem Motto “was der Bauer nicht kennt…” ist die Grundhaltung dem CERN-Projekt gegenüber nicht durchgehend positiv.
Via Golem, Claudia Kaiser, FAZ und der Summe aller anderen greifbaren Medien.
Schlagwörter:cern, grundlagenforschung, lhc, physik, schweiz, start, teilchenbeschleuniger, urknall, weltformel