Die SPD dürfte mitten in einer weiteren Zerreißprobe stecken – der “Fall Wolfgang Clement” fordert dies geradezu heraus. An der Spitze agiert ein glückloser Kurt Beck, der schon lange nicht mehr mit Politik sondern vielmehr mit innerparteilichen Kindereien zu kämpfen hat. Ich wage die Behauptung, dass es keine Minderheit mehr ist, die sich in der Partei nicht wohlfühlt. Aus der letzten großen Uneinigkeit in der SPD ging die Linke hervor – wäre eine Abspaltung nicht wieder die Lösung der Probleme? Wo wir gerade bei den Kindereien sind – wie sagt man beim Basteln so schön – drei mal abgeschnitten und immernoch zu kurz.
Der Schaden in Punkto Glaubwürdigkeit und dem Vertrauen der Wähler in politische Handlungsfähigkeit dürfte unterdessen mehr als immens sein – für die nächsten Wahlen ist der Absturz in die absolute Mittelmäßigkeit vorprogrammiert. Spätestens wenn man keine wirkliche Opposition mehr stellen kann – wenn man Bündnispartner benötigt, um einen oppositionellen Charakter zu erlangen – genau dann dürften sich die Genossen an die Stirn fassen und sich fragen, ob die Themen, die man als wichtig erachtet und zeitfüllend diskutiert hat, wirklich politisches Gewicht hatten. Dann ist es aber zu spät.
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