Indien ist neben China wohl das bekannteste Land mit riesiger Bevölkerung, dem man enormes Wachstumspotenzial zusichert. Neuester Plan der Regierung ist die Schaffung weiterer 3 Mio.(!) Arbeitsplätze in der IT-Branche. Mit Subventionen und Steuersparmodellen sollen Neuansiedlungen in der südlichen Region Tamil Nadu attraktiv werden. Auch für Wachstumsvorhaben zeigt sich die Regierung offen und stellt günstige Konditionen in Aussicht.
Das ganze Vorhaben dürfte nur mit größeren Investitionen in das Bildungssystem zu stemmen sein – auf Grund der Nachhaltigkeit der Ansiedlungen sollte das allerdings kein Problem darstellen.
Kurz noch zwei Zahlen zu Indien:
- knapp 1,15 Mrd. Einwohner (2008) [Deutschland: 82 Mio]
- BIP: 887 Mrd. US-$ – pro Einwohner macht das nicht ganz 800 US-$ [Deutschland: 2.400 Mrd. € - ca. 3.720 Mrd. US-$; pro Einwohner: knapp 30.000 € - ca. 46.500 US-$]
Geht man von einer Leistungserbringung in den USA oder dem Euro-Raum aus, dürfte das kostenmäßig beinahe unschlagbar sein. Wie große Probleme andere Barrieren (Sprache, Kultur,…) darstellen, wird der Erfolg der gesamten Region in den nächsten Jahren zeigen.
Sollten sich in den Ländern verstärkt Binnenmärkte entwickeln, dürfte “die Post richtig abgehen”.
Via Heise.
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Die Post geht schon ab – mein Arbeitgeber hat die Softwareentwicklung an ein Unternehmen vergeben, welche die Software in Indien fertigen lässt.
Aufschwung gibts dort – und zwar explosionsartig – wie nachhaltig dieser ist, bleibt trotzdem noch abzuwarten. Ob die Qualität der Dienste hier (und anderer finanzkräftigen Regionen) üblichen Normen entspricht, ist schwer herauszufinden – daran wird sich aber (vorerst) die Nachhaltigkeit ableiten.
Schlussendlich wird für “bewegliche Dienste” der Mix aus Preis und Leistung den Standort bestimmen. Für die meisten Firmen dürfte dabei die Leistung die übergeordnete Rolle spielen, da der potenzielle Schaden bei ausbleibender oder schlecht erbrachter Leistung um ein vielfaches höher liegt als die Preisdifferenz.
Die Option dazu wäre eine Marktmacht Indiens im IT-Segment – für den Fall kann man auch dort die Qualität unter höheren Aufwänden erhöhen.
Ich bin echt gespannt, wie die nächsten Jahre verlaufen.