Manfred Wennemer – Vorstandsvorsitzender der Continental AG, die sich momentan im Übernahme-Abwehrkampf gegen Schäffler behaupten möchte, schießt scharf gegen die beteiligten Banken. Diese hatten in Cooperation mit Schäffler Optionengeschäfte angeboten, die einen leisen und unbemerkten Einstieg mit 36% ermöglichten.
Wennemer verweist zum wiederholten Mal auf die gesetzlichen Grundlagen für Beteiligungstransaktionen, für die ab einer 3%-Shareholderschaft der Schritt in die Öffentlichkeit vorgeschrieben ist.
Besonders skurril ist die Tatsache, dass sogar die eigene Hausbank – Dresdner Bank – ohne freundlichen Hinweis an der Übernahme mitarbeitet.
Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen – noch besteht sogar die Möglichkeit, dass Wennemer am eigenen Aufsichtsrat mit seinem Abwehrgesuch scheitert.
Via FAZ.
Related posts:
- Spektakuläre Übernahme bahnt sich an: Continental & Schaeffler Der heutige Börsentag war insbesondere für die Continental-Aktionäre eine wahre Freude. Nachdem bekannt wurde, dass Schaeffler an einer Übernahme interessiert...
- Schroffes Ende: Microsoft will Yahoo nicht mehr Microsoft hat die Übernahme des Internetunternehmens Yahoo zu den Akten gelegt. Nachdem man das Angebot von 45 auf 50 Mrd....
- Aus und Vorbei! Die “strategische Partnerschaft” zwischen United Internet und Freenet ist zu den Akten gelegt. Nachdem scheinbar ewig über Möglichkeiten – Modalitäten...
- VW-Gesetz war gestern… Das in die Tage gekommene “VW-Gesetz” aus dem Jahre 1960 ist gekippt. Der Europäische Gerichtshof erklärte das Gesetz heute für...
- Einmal aufessen bitte: Vodafone übernimmt Arcor Was sich seit geraumer Zeit andeutet, ist heute geschehen: Vodafone wird den deutschen Festnetzanbieter Arcor zu 100% übernehmen. Die Anteile...

ich hab da jetzt nicht viel Ahnung von, aber kann es sein das Conti da grade versucht den Preis etwas zu erhöhen?
gut möglich. zum einen hat man da als vorstand nicht viel zu lachen (Süddeutsche) – zum anderen ist das für die aktionäre auch ne heiße kiste. wie die konditionen zum optionsgeschäft aussehen, weiß ich natürlich nicht – grundsätzlich sind das aber kreditfinanzierte scheine.
soll heißen: wenn schäffler das interesse an einer übernahme verliert, könnten sie auch interesse an den “gesicherten” 36% verlieren (dann bleibt es ein spekulationsgeschäft und das sieht bei continental momentan nicht unbedingt riesen-verheißungsvoll aus – hauptgrund: übernahme von siemens-vdo). das läuft dann in ungefähr so ab: schäffler gibt die scheine an die banken zurück und in folge dessen lösen diese die aktienpositionen auf, die sie zur absicherung der scheine aufgebaut haben. die folge für den aktienkurs wäre vermutlich verheerend, da das angebot die nachfrage bei weitem übersteigen dürfte.
aber: abwarten und tee trinken – ist ne spannende kiste :-)