Ebay weiter auf Stänkertour
16. Juli 2008 von Stefan Jung
Einmal mehr verärgert die (ehemalige) Auktionsplattform eBay die, die das Unternehmen einst so groß gemacht haben - kleine Händler. Auf der Suche nach weiteren Wachstumspotenzialen hat man jetzt große Versandhäuser als lukrative Zielgruppe erkannt. So wird Buy.com sein Produktportfolio auch beim Auktionshaus einstellen - vermutlich mit grandiosen Konditionen, so dass die “Kleinen” Schwierigkeiten beim Preis und den Konditionen haben werden. So ist die Rede von Hotlines für Kunden und kostenfreiem Versand. Zudem bin ich mir relativ sicher, dass sich die eBay-Gebühren auf Grund der Menge der Produkte deutlich unter dem Niveau für den Rest der Welt bewegen.
Ich glaube, den Markt der Handelsplattform hat Amazon für sich beansprucht. Das Auktionsprinzip ist für eine solche Plattform auch nicht unbedingt geeignet, da der Käufer sich nicht mit angemessenem Aufwand einen Überblick über das Portfolio verschaffen kann. Stattdessen besteht die Möglichkeit, nach Zeit, Preis, Versandgebühren, etc. zu sortieren - und das, wo jeder seine Produkte kategorisiert wie ihm gerade einfällt oder wie er gerade findet.
Für meinen Geschmack sollte eBay sich aufs Kerngeschäft konzentrieren. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich ’s auch ganz ungeniert…
Via Heise.
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