Politiker scheuen das Web2.0
2. Juli 2008 von Stefan Jung
Wenig verwunderlich und nun sogar erwiesen: Politiker engagieren sich ungern im Internet. Der Grund dafür liegt für mich ansich klar auf der Hand: zu viel Transparenz. Während man bei der Festrede auf dem Dorffest so richtig vom Leder ziehen kann und auch wirklich kein einziges gutes Haar am Konkurrenten lassen muss (weil der sowieso nicht anwesend ist), bedarf es im Internet schon größerer Vorsicht. Versprechen sind urplötzlich dokumentiert und geistern bis in alle Ewigkeit durch Communities, Blogs, Wikis, Newsgroups,…
Wer ehrliche Politik macht, braucht sich davor nicht zu fürchten!
Via Golem.
Tags: blog, internet, Politik, web2.0, wiki
Ich kenne und beobachte das Internet seit vielen Jahren. Als Person mit politischem Background kann ich klar sagen/schreiben dass der Politik das Internet sogar eher lästig ist. Kritik an der Deutschland-Politik ist nicht erwünscht und soll schon im Keim unterdrückt werden (was i.d.R. auch gelingt). Das es an der Politik der BRD mehr zu kritisieren als zu loben gibt sollte klar sein. Die Dienstleister der Regierungs-Politik jedoch nutzen das Internet sehr wohl fleißig für politische Propaganda. Kommentier- oder andere Eingriffs-Möglichkeiten fehlen dann natürlich, bei vorhandener Kommentar-Funktion werden Substanz-volle, kritische Beiträge einfach nicht veröffentlicht. Würden sich deutsche Bundes-Politiker im Internet öffentlicher Kritik, vielleicht sogar in einer öffentlichen Diskussion, stellen, würde sich sehr schnell herausstellen dass die Politiker die die Bundesrepublik Deutschland führen nichts anderes sind als “geisteskranke, dumme Maulhelden und Schaumschläger”. Die -und das ist meine persönliche Meinung(!) und Überzeugung- mit ihrer Unfähigkeit und Überheblichkeit eine ernst zu nehmende Bedrohung für Deutschland sind.
Janko Weber (Terrorismus-Experte)
Genau! :-)
Ausserdem sind auch viele Politiker (Wie z.B. die Zypris, welche
noch nie etwas von Browsern gehört hat -> Siehe
“ARD-Kinderreporter) einfach “nur” DAUs.
Info: die Zypris hat sich ja bekanntlich überzeugen lassen
STASI2.0 zu zu stimmen.
Was die Politik im Bereich WWW angeht, kann man davon ausgehen, dass da noch lange nicht das letzte Wort gesprochen ist. Vermutlich wird das die Herausforderung der nächsten Jahrzehnte werden.
Momentan sammelt sich das Know How in den jungen Jahrgängen - ich halte das für keine schlechte Voraussetzung, um in Zukunft in diesem Bereich gute Politik erleben zu dürfen. Ist das nicht schön gesagt? :-)
Darüber hinaus: Leben Entwicklungsprozesse nicht sogar von Fehlern?