Archiv vom April 2008

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Computer und Schule – passt das?!

Bei Golem wird über den Einsatz von Linux in den Schulen des Schweizer Kantons Genf berichtet und promt wird im Forum heiß diskutiert. Erstaunlich, wie unterschiedlich man dafür (und auch dagegen) argumentieren kann. Hier zwei Auszüge: (Link zum Thread)

Wir haben Microsoft Office 2000 und OpenOffice 2 drauf. Was wird am meisten genutzt? Richtig, Microsoft Office. Warum? Nun, es ist so, dass kein Lehrer sich mit OpenOffice “auskennt”. Also müssen die Schüler da schon selbst hinfinden. Und nein, wir glauben, dass man die Leute nicht zu ihrem “Glück” zwingen sollte. Würden wir z.B. nur noch Ubuntu installieren, würde niemand mehr diese Rechner benutzen. Lehrer sind – ich weiß, dass ich eine schmerzliche Lektion für alle, die meinen, sie hätten die totale Ahnung von Schule, weil man selbst ja mal vor 10 oder 20 Jahren da war – nicht verpflichtet und nicht aufgefordert, Computer zu benutzen. Sie sind nicht mal drauf angewiesen. Wenn ein Lehrer mit den Computern nicht klar kommt, benutzt er sie nicht. Da mag Ubuntu noch so toll und offen sein, es würde nicht benutzt werden ohne Schulung. Und Schulungen kosten. Und viele Lehrer würden sie nicht mitmachen.

Und geantwortet wird darauf:

Also unterstellst du, dass Lehrer generell zu faul sind, um was neues zu lernen? Es sind angestellte des Staates, wenn der Staat ihnen Ubunturechner vorsetzt, dann muessen sie damit arbeiten koennen (Ich rede von arbeiten, nicht vom administrieren. Und wer mit Windows zurecht kommt, der braucht zur Arbeit mit Linux 2 Stunden. Und da muss er lernen:
- Der Ausschalter ist woanders.
- Die Programme sind nach Kategorien sortiert. )
So sehe ich das…
Nun mag die reele Rechtsprechung ein bisschen anders aussehen, aber ich finde durchaus, dass man auch von einer 50-Jaehrigen Deutschlehrerin erwarten kann, dass sie lernt, wo bei Ubuntu/OpenSuse/Mac/Wo-auch-immer Das PowerPoint Programm, das Internet und die Textverarbeitung ist. Denn mehr tools werden von nicht-technischen Faechern ja nahezu nie verwendet.

Was ist die (blogbare) Moral von der Geschicht? Es gibt anscheinend massiv Gesprächsbedarf. Mein Gefühl lässt mich vermuten, dass man auf die Veränderung der medialen Landschaft nicht oder nicht ausreichend eingestellt ist. Es reicht eben nicht, wenn man ein Zimmer mit PCs vollstellt und wartet, bis die Lehrer Mut gefasst haben, diese Möglichkeit in den Unterricht einzubauen.

Es wäre wünschenswert, dass Kinder in der Schule einen sinnvollen Umgang mit neuen Medien erlernen könnten. Um dem “Hauptargument” zu begegnen: das Internet ist nicht nur Gewalt und Porno – im Gegenteil. Es gibt sogar Leute, die viel Zeit und Kraft investieren, Inhalte für die Jüngeren bereitzustellen. Die Verteufelung der Wikipedia als Quelle für Vorträge (im schulischen Rahmen) ist ebenso schwerlich nachzuvollziehen. Für Schüler dürfte das die einfachste und anschaulichste Quelle darstellen, die es momentan gibt. In einem Buch funktionieren leider keine Shortcuts wie Strg-F.

Für Interessierte wäre ein Besuch der Kindersuchmaschinen BlindeKuh und HellesKöpfchen empfehlenswert. Beispielhaft sei die Seite für optische Täuschungen notiert.

Fazit: Ich meine, mit altersgerecht aufbereiteten Informationen kann man die jungen Leute aus dem Hause locken – und ihnen zeigen, dass PC und Schule zusammenpassen – und ihnen das Internet als riesigen Informationsspeicher (und nicht nur Gewalt, Porno und Spiele) nahebringen.

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Knebelverträge im Modelbusiness?

Wie heute in der Onlineausgabe des Magazins (mit den 4 großen Buchstaben) zu lesen ist, haben die Kandidatinnen von “Germanys next Topmodel” im Vorfeld (unter Einhaltung der üblichen Schweigepflichten) einige Verträge zu unterzeichnen. So ist dort zu lesen:

Sie müssen im ersten Jahr insgesamt 40 Prozent ihrer Einnahmen abgeben! Jeweils 20 Prozent an ProSieben und 20 Prozent an die Model-Agentur „Face your Brand“

Gut – nur frag ich mich, was daran jetzt so schlimm sein soll? Ähnlich wie bei DSDS kommen die Kandidaten mehr oder minder unvorbereitet dort an, durchlaufen ein Casting (was den Sender ja auch Geld kostet) und werden zu guter letzt noch fit gemacht für die große Bühne. Nun – der Sender (in dem Falle Pro7) wird sich die Werbepausen zwar auch entlohnen lassen – wirklich Geld verdient man bei der Konkurrenz allerdings erst, wenn die Platten im Laden stehen. So möchte man es hier eben auch handhaben. Es hat schließlich jeder der Kandidaten im Vorfeld die Möglichkeit, sich ein Lehrstelle zu suchen und den Vertrag abzulehnen. Was die Promotion über die Show angeht, kann ich mir kaum einen besseren Weg vorstellen.

Desweiteren darf man auch über die Dimensionen nachdenken. 60% bleiben den Models – leider bleibt die Frage offen, auf welche Ausgangswerte man hier die Regeln der Prozentrechnung anwenden darf. Bei Gagen im 6-stelligen Bereich dürfte die eine oder andere 20jährige mit besagten 60% recht zufrieden sein.

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Neues Template zum Ersten

Nachdem ich meine Besucher doch einige Zeit mit Schaumküssen begrüßt habe, war es an der Zeit, ein etwas seriöseres Äußeres aufzusetzen. Einige Dinge werde ich wohl noch ändern – aber das wäre die erste Version, von der ich meine, dass man sie anbieten kann. Wer gegenteiliger Meinung ist, darf dies in gewohnt sachlicher Art und Weise in der Kommentarfunktion äußern. Positive Meinungen sind natürlich auch gern gesehen.

Jetzt werde ich mich wohl mal wieder der Verfassung einiger Artikel widmen – das kam in letzter Zeit doch ein wenig kurz.

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Telekom senkt iPhone-Preis

Was die FAZ unter “Jetzt verramscht die Telekom das iPhone” als Lektüre anbietet ist meines Erachtens nach eine längst überfällige Preissenkung der Apple-Hardware. Der Köderpreis von 99€ kommt dem Kunden (nicht unerwartet) teuer zu stehen, da es diesen nur in Verbindung mit dem Premiumpaket für schlappe 89€ monatlich gibt. Den Gesamtpreis rechnet man da im Vorfeld lieber nicht zusammen.

Genug geschimpft – tatsächlich ist der Preis gesunken – und zwar nicht ganz unerheblich. Interessant könnte für einige “Design- und Überzeugungskäufer” der neu eingeführte Tarif für 29€ sein. Für das Gerät müsste man dann allerdings 249 € berappen – und die Internetflat ist auch nicht enthalten, was die Freude für Multimediafans deutlich trüben dürfte.

Technikbegeisterte werden ohnehin die nächste Version des Gerätes abwarten, mit der es den UMTS-Standard erlernt haben soll.

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Mobiles Surfen – jetzt als Breitbandflat

Vodafone und T-Mobile werfen quasi zeitgleich breitbandige Mobilfunkdatenflatrates auf den Markt. Dabei handelt es sich um Angebote, mit denen man mobil (bundesweit) wirklich breitbandig surfen kann. Möglich macht es das HSDPA-Verfahren, welches auf UMTS aufsetzt und eine Bandbreite von bis zu 7,2 MBit/s zulässt. Eine Bedingung gilt es für die 35 € allerdings zu akzeptieren: bei Überschreiten eines Datenvolumens von 10 GByte pro Monat wird die Bandbreite extrem reduziert (bei Vodafone auf 59,2kbit/s – bei T-Mobile auf 64kbit/s).

Nutzt man häufig Youtube & Co, dürfte das knapp werden – für gewöhnliches Surfen und einige Downloads sind 10 GB allerdings vollkommen ausreichend bemessen. Man könnte den Eidruck gewinnen, dass die Anbieter Angst davor haben, dass die Kunden Server hinter die mobilen Flats hängen…

Vollständiger Bericht bei Golem.de.

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1. April – fast ohne Scherze

Erstaunlich wie “unbescherzt” ich durch den 1. April gekommen bin. Ein kleiner Mediengag heute vormittag, in dem man ankündigte, dass ab sofort Steuerberater nach dem luxemburgischen Vorbild für die Herausgabe von Daten Prämien erhalten sollen – das war es auch schon.

Wer was richtig derbes erlebt hat, ist zur Niederschrift gebeten.

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