Donotreply.com - kein gutes Alibi!
22. März 2008 von Stefan Jung
Schnell ist anstelle der korrekten Mailadresse aus Angst vor unerwünschter Werbung eine andere Adresse eingegeben. Vor allem bei automatisierter Mailbenachrichtigung kann es schnell nerven, wenn man aller Nase lang über etwas informiert wird, über das man garnicht informiert werden möchte. Als Eigentümer einer Domain ist das Problem relativ schnell gelöst, indem man sich eine Adresse spam@meinedomain.de einrichtet. Je nach Belieben kann man diese dann Abrufen oder auch nicht.
Für viele löst sich das Problem allerdings anders: die Eingabe einer Adresse wie mirdochegal@donotreply.com scheint allzu üblich zu sein. Dumm nur, dass diese Adresse einen Eigentümer hat, der zu allem Übel die Mails auch auswertet. Als Empfänger der Post sei ihm das Vergnügen rechtlich vollkommen unbedenklich vergönnt.
Interessant ist allerdings die Tatsache, dass auch Gewerbetreibende unerwünschte Post an derlei Adressen weiterleiten. Heise.de dazu:
Wie zum Beispiel einen Autohändler, dessen automatisches Überwachungssystem bei Ausfall eines Servers eine E-Mail schickte, mit Absender ITAssistant@donotreply.com und — an eine falsche Adresse. Und jede dieser Mails ging als unzustellbar zurück an …
Dies ist noch ein harmloser Fall, und nach eigenem Bekunden hat Faliszek ihn erst veröffentlicht, nachdem er die Zuständigen angerufen und versucht hat, das Problem zu erklären. Erst als es ihm nicht gelang, ihnen begreiflich zu machen, dass er alle 12 Sekunden eine Mail von ihrem wildgewordenen System erhält, griff er zu dieser Maßnahme.
Bedenklicher stimmt es da schon, dass auch Banken, Finanzdienstleister oder auch der Betreiber eines elektronischen Bezahlsystems auf die bewährte Domain donotreply.com setzen, um lästige Antworten auf vertrauliche E-Mails loszuwerden – ohne zu ahnen, an wen.
Wer einige lustige Korrespondenzen lesen möchte, kann unter www.donotreply.com seine Lachmuskeln stimulieren.
Der Surftipp stammt von heise.de.
Tags: email, falsche adresse, noreply, spam