Pornotube – Phänomen oder kalkuliertes Geschäft?

Top Beiträge auf basicthinking vom 15.02.2008Gerade bin ich auf den Seiten von Robert Basic (dem nach Deutschen Blogcharts momentan meistverlinkten Blog) unterwegs gewesen und mir ist dabei eine kuriose Sache aufgefallen. Es existiert ein Artikel vom 28.07.2006 (!), in dem es um einen Pornklon von youtube.com geht. Das allein wäre kaum verwunderlich – wäre dieser Artikel nicht heute der (mit Abstand!) meistgelesene Artikel dieses Blogs (Screenshot).

Mit Verlaub: da bleibt mir glatt die Spucke weg. Es ist ja ein ungeschriebenes Gesetz, dass sich “explizite Inhalte” selbst vermarkten – aber das hätte ich nicht vermutet. Damals wurde im Blog über ein Alexa-Ranking von 3278 Berichtet und die Trafficgrafik sah wie abgebildet Alexa - Pornotube 2006aus. Um die Statistik zu komplettieren, habe ich mir das heute nochmal angeschaut. Im zweiten Graphen ist der Verlauf bis heute (auf 3-Jahres-Sicht) zu sehen.Der Verlauf ist meines Erachtens nach beinahe als schockierend zu bewerten. Der heutige Rank beläuft sich auf 212.

Welche Lehren sind daraus zu ziehen? Erstens: Internet scheint Porno zu sein.

Alexa - Pornotube 2008Warum das so ist, kann mir gern jemand im Kommentarfeld erklären – für mich erschließt sich der Sinn nicht.
Zweitens: Sex sells. Dafür bedarf es keiner weiteren Erläuterung.

Warum aber ist das so? Welche Gesetzmäßigkeiten liegen diesem Sachverhalt zu Grunde? Wer benutzt und sucht diese Art Inhalte? Im realen Leben lehnen es alle ab – also sollte es auch keine potentiellen “Kunden” geben. Irgendwie ein kurioses Phänomen.

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