Gerade fand ich bei spiegelkritik.de einen Artikel, wo über einen Faux-Pas eines Fotografen berichtet wird. Demnach hat derjenige eine Szene gestellt, um Bilder für den Bahnstreik Steik der Berliner Verkehrsbetriebe liefern zu können.
An dieser Stelle frage ich als “Medienopfer”, wie genau es denn generell mit der Berichterstattung genommen wird. Am Ende ist für Jounalisten (und Fotografen) Zeit Geld, so dass im Zweifel auch eine gestellte Szene “herhalten” kann.
Das alles mag in diesem Fall nicht so schlimm sein – nur wie sieht es denn mit wirklich heiklen Themen wie Kriegsberichterstattung aus? Sind die Beiträge reell oder gehen Reporter incl. Fotograph in die Unfallchirurgie des örtlichen Krankenhauses und machen da ein paar Aufnahmen von einigen besonders schlecht gestellten? Das soll keine Verharmlosung sein – im Gegenteil! Es wäre fatal, wenn die Medienlandschaft mehr und mehr aus “käuflichen” Mitarbeitern bestünde. Ob die Gründe in äußerst geringen Verdiensten zu suchen sind oder anderswo – spielt alles keine Rolle. Zum Journalismus gehört meiner Meinung nach schon irgendwie ein wenig Idealismus.
Fazit: Ich habe durchaus Verständnis für den Erfolgsdruck von in der Presse Beschäftigten – das alles sollte aber nicht in italienischen Verhältnissen enden.
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