Mobilfunk am Ende?!
18. Dezember 2007 von Stefan Jung
Einem Golem-Bericht zufolge bereitet man sich bei E-Plus auf die nächste Generation Mobilfunk vor. Man geht wohl davon aus, dass das bestehende Modell (Telefonie und SMS) noch für die nächsten drei Jahre Gewinne erlaubt - danach möchte man neue Dienste anbieten.
Bei der Gelegenheit möchte ich auf die Marktsituation hinweisen: die Portaldienste der großen Anbieter kamen nicht so recht an, woraufhin man jetzt echte Onlineangebote anbietet. Mit der Unterstützung der Handyhersteller im Rücken versucht man, das WWW auf das Handydisplay zu bannen. Momentan stellt sich natürlich noch die Frage, ob der Preis für die Datenpakete die breite Masse zu Begeisterungsstürmen treibt. Letztlich führte die Markteinführung des iPhones hierzulande zumindest dazu, dass wirklich jeder mit dem Thema konfrontiert wurde. Zu guter letzt fehlt dem iPhone momentan noch der UMTS-Standard, so dass der schnelle Abruf von Informationen eher eine längerfristige Angelegenheit bleibt.
Die kleineren Mobilfunkbetreiber haben sich beizeiten auf echte Onlineangebote fokussiert. Das Angebot von Internetflattarifen zu bezahlbaren Konditionen dürfte gerade in Regionen ohne DSL-Verfügbarkeit zu anständigen Absätzen geführt haben.
E-Plus-Chef Dirks sieht die Zukunft in Partnerschaften mit Internetunternehmen. Dabei werden wohl noch Hürden in der Usability (Bildschirmgrößen und Auflösungen, Eingabekonzepte,…) und vor allem der Informationsorganisation genommen werden müssen. Was am PC-Bildschirm übersichtlich aussieht, ist auf dem deutlich kleineren Handydisplay leider ungenießbar.
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Ich wundere mich, dass die Mobilfunk-Anbieter überhaupt noch vom Mobilfunkgeschäft leben können. Inzwischen sind Handyverträge doch mehr eine Finanzierungsmöglichkeiten für Unterhaltungselektronik. Telefoniert wird immer mehr mit den Prepaid-Angeboten der Mobilfunk-Discounter.
Gerade die Flattarife müssten ansich die Rechnungen einiger Vieltelefonierer massiv gesenkt haben - andererseits haben vermutlich viele Benutzer Inklusivangebote gekauft - ich habe zumindest noch nix gehört, dass die Mobilfunker Hunger leiden. Ich frage mich, was die Telefonieminute wirklich wert ist (und kostet) - mehr als ein paar cent kann das ansich garnicht sein.
Gähn… Die Firmen versuchen krampfhaft ein “zweites Internet” einzuführen - auf dem Handy, wo alles und jedes was kostet. Sie hoffen auf die Blödheit der Verbraucher, die vom normalen Internet das surfen gewöhnt sind, daß diese einfach mit den Handys genauso weitersurfen.
Da haben sie sich aber GEBRANNT ! Die gehen davon aus, daß die Benutzer genauso doof sind wie die eigenen Manager.
Ist doch alles ein Kack ! Wozu soll ich mit dem piepelig kleinen Handy-Display groß rumsurfen ? Das kann ich doch zu Hause gemütlich auch tun ! Und so ne kleine SMS reicht doch völlig für eine Nachricht oder kurz was nettes an die Freundin. Die meisten Telefonate und SMS sind doch sowas von NICHTSSAGEN und UNNÖTIG, bloss weil es den Leuten grade langweilig ist.
Aber es stimmt, in ein paar Jahren, kostet die Minute noch 3ct per Prepaid, und keine will mehr einen Vertrag, ist doch klar !
Das Internet ist doch einfach eine geniale Erfindung, nicht ? Die Firmen blähen sich sicherlich total, den vieles ist jetzt kostenlos (bis auf die DSL-Gebühr) geworden. Zeitungen, Nachrichten, Infos, Tipps & Tricks und UNENDLICH VIEL MUSIK ! Und deswegen hoffen die Firmen auf ein “zweites Mobiles Netz” bei dem sie für die Inhalte FETT abkassieren können.
Aber das haben sie sich gebrannt, die Leute sind schlau, und wenn es kostenlos geht, dann verbreitet sich das, und mehr und mehr machen es nach.
die anbietereigenen portale sind gespickt mit bezahldiensten - deswegen quasi jetzt schon gescheitert. das angebot von datentarifen ist nach wie vor mäßig oder zu teuer. die mobilfunker wollen (und müssen) allerdings auch an irgendeiner stelle mitverdienen - was sich ni lohnt macht keiner :-)
dazu gehören meiner meinung nach echt sinnvolle dienste, die auf das mobile display abgestimmt sind. da reicht es halt nicht, das wetter und eine flirtcommunity für teuer geld anzubieten - das ist zu platt. in anderen ländern funktioniert es auch - hier ist es vermutlich eine frage der zeit :-)