Im Supermarktgeschäft geben was den Umsatz angeht Aldi (22 Mrd €) und Lidl (13 Mrd €) den Ton an. Um dem ein wenig entgegenzuwirken, fusionieren Tengelmann und Edeka ihre Discounter Plus und Netto. Die dadurch entstehende Kooperation wird einen Umsatz von 11 Mrd € erreichen. Den Ton wird Netto angeben, da 70% des Vorhabens durch den Edeka-Ableger eingebracht werden. Die Fusion soll keine Stellenstreichungen zur Folge haben – im Gegenteil. Pro Jahr sind 300 neue Filialen in den Plänen verzeichnet.
Von der Dresdner Region ausgehend wundert mich dieser Zusammenschluss – ist hier doch eine Häufung der Filialen in engstem Umkreis zu beobachten. Plus hat in den letzten Jahren mehrere Standorte, die ansich schon durch Netto-Filialen gedeckt wurden, erschlossen. Da sich das Portfolio deutlich unterscheidet, wäre eine Koexistenz schon vorstellbar. Ein Branding der Plus-Filialen auf das CI von Netto halte ich hier in der Gegend für nicht umsetzbar.
Erstaunlich finde ich den Unterschied der Kundenfrequenzen. Trotz der Neueröffnung des Plus hier um die Ecke – und trotz der vielen Vorteile, die dieser Markt mit sich bringt (sauberer, sortierter, kürzere Kassenwartezeit,…) – greift der Netto deutlich mehr Kunden – und damit vermutlich den größeren Umsatzanteil – ab.
Der Aldi (ebenfalls im direkten Einzugsgebiet) wird erstaunlicherweise gemieden.
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