Benotung im Internet

Ich kenne es von meinprof.de und die jüngeren sollten mit der Domain spickmich.de etwas anfangen können. Beides sind Plattformen, auf denen man seine Lehrkräfte bewerten kann. Das ist ein äußerst erfreulicher Trend, da die werten Lehrenden somit endlich (sofern sie das möchten) die Möglichkeit haben, eine ehrliche Meinung zum ihrem Unterricht einzuholen.

Problematisch wird es, wenn Lehrkräfte mäßig bewertet werden. Gegen meinprof.de wurden vor einiger Zeit schon rechtliche Schritte eingeleitet, was zwischenzeitlich sogar zum Ausschluss einer gesamten Uni aus dem Portal zur Folge hatte. In letzter Konsequenz behielten die Studenten den längeren Atem und bestanden weiter auf der Möglichkeit der Bewertung – die Uni gab dem damals aus Angst vor einem Imageschaden statt.

Ein ähnliches Problem gibt es nun in der Lehrerschaft. Eine Lehrerin hatte gegen spickmich.de geklagt, weil sie nicht öffentlich benotet werden wollte. Auf golem.de ist nachzulesen:

Bereits das Landgerichts sah die Lehrerbenotung auf Spickmich.de von dem Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt. In der mündlichen Verhandlung sagte der Vorsitzende Richter Dr. Axel Jährig, dass “ein Lehrer eine öffentliche Benotung dulden muss.” Eine endgültige Entscheidung wurde für den 27. November 2007 angekündigt.

Damit sollte der Fall ansich klar sein. Nichts desto trotz werden sich die Macher der kleinen aber feinen Communities auch in Zukunft mit solchen Konflikten konfrontiert sehen.

No related posts.