Google bekommt den Hals nicht voll
2. November 2007 von Stefan Jung
So sieht es im Moment zumindest aus. Es scheint kaum eine Branche in IT und Telekommunikation zu geben, die Google nicht erschließen möchte.
Heute wurde das OpenSocial-Projekt vorgestellt - eine weitere Version des Social Networking - diesmal allerdings mit offenen APIs, so dass projektübergreifend Funktionen genutzt werden können.
Die Erschließung des Marktes macht man sich relativ einfach - man arbeitet einfach mit einigen großen Plattformen zusammen (MySpace, Xing, …) Eine gewisse Rivalität entsteht gegenüber Facebook - an diesem Projekt hat sich unlängst Microsoft beteiligt.
Für kleinere Anbieter sollte dieses Konzept einen großen Vorteil bedeuten, da sie nun leichter im Networking-Markt teilnehmen können - ohne großen Programmieraufwand.
Gerade in Deutschland könnte das Thema “gläserner Mensch” wieder aufköcheln - ist dieses Konzept doch geradezu darauf ausgelegt, persönliche Daten so breit wie möglich im Internet zu verteilen. Andererseits ist es doch jedem selbst überlassen, wo er sich anmeldet und welche Informationen er dabei preisgibt.
Drei APIs sind wohl mittlerweile als Beta verfügbar: Activities Data API, Persistance Data API und das People and Friends Data API. Letzteres wird vermutlich kombiniert mit dem Activity Data API in nächster Zeit am häufigsten Verwendung finden.
Ich finde, das ist doch ein sehr interessantes Projekt - haben wir doch letztens in einer kleinen Runde über Visionen diskutiert, die über das Social Networking, wie es heute existiert, hinausgehen. Dieser Entwicklungstrend könnte zumindest einige Leute zur Erstellung eigener Sites motivieren. Von Profilseiten, die vor Schleim triefen und keine oder nur teilweise wahre Informationen enthalten, hat man doch langsam genug.