Wie schon des öfternen wird wieder einmal mehr über ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen diskutiert. Als Pro-Argument schlechthin ist immer und immer wieder die Europakarte zu sehen, auf die Geschwindigkeitsgrenzen eingetragen sind. Dass die CO2-Ersparnis nicht so hoch ist, wie sich die Befürworter dieser Strategie erwarten, wird selbst aus eigenen Reihen (SPD) gekontert. Unfallrisiko und Unfallschwere sind maßgeblich Ansichtssache und halten ebenso als “echte Argumente” kaum her. Leider wird nie eine Europakarte gezeigt, die den technischen Zustand der Fahrzeuge aufschlüsselt – ist es doch so, dass der TÜV hier in Deutschland deutlich genauer hinsieht als anderswo. Ebenso spielen Fahrzeugalter sowie aktive und passive Sicherheitssysteme eine entscheidende Rolle.
Was jedoch das absolute KO-Kriterium für einen solchen Schritt sein sollte: die deutsche Automobilindustrie bedient hauptsächlich das Klientel, was von den “freien” Autobahnen profitiert. Es ist sicherlich nicht erwiesen – aber eine Schätzung über Absatzeinbußen wäre vielleicht als Entscheidungsunterstützung keine schlechte Idee.
Die SPD richtet sich damit wieder ein wenig “grüner” ein – die CDU lehnt diesen Vorstoß kategorisch ab.
Vermutlich wird wieder einmal “nur” darüber diskutiert – alles andere würde mich doch ein wenig wundern, zumal sich wieder einmal mehr zeigt, dass die SPD nicht mit einer geschlossenen Meinung auftreten kann. Es erinnert ein wenig an Stammtischdiskussionen, wo jeder mal seine Meinung laut in die Runde rufen darf – sehr unprofessionell.
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