Archiv vom Oktober 2007

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Lufthansa Cargo bekommt Russland-Verbot

Die Frachtlinie der Lufthansa darf mit dem kommenden Winterflugplan den russischen Luftraum nicht mehr überqueren. Scheinbar konnte man sich nicht auf die Höhe der Überfluggebühren einigen, die im russischen Raum überdurchschnittlich hoch sind. Wöchentlich gibt es ca. 20 Überflüge, welche nun einen größeren Weg nehmen müssen.

Einer Schätzung der AEA (Assotiation of European Airlines) zufolge wurden letztes Jahr ca. 300 Mio € für die Nutzung des russischen Flugraumes aufgewandt.

Die Lufthansa schiebt das Problem der Politik zu – es sei unternehmensseitig nicht lösbar. Im Gegenzug wurde der russischen Gesellschaft Aeroflot die Einfluggenehmigung nach Deutschland entzogen.

Erstaunlich – diese Problematik war mir bis vor einigen Minuten gänzlich unbekannt.

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Jamba und die Klingeltöne

Da mich dieses Geschäftsmodell interessiert hat, habe ich einfach mal ein wenig nachgelesen. Viel ist (vermutlich aus gutem Grund) nicht zu finden.

Fakt ist, dass Jamba im Jahr 1999 von den Brüdern Samwer (drei Stück) zusammen mit zwei Bekannten gegründet wurde. Die zwei Bekannten verabschiedeten sich aus dem Geschäft und als die Zeit “reif” war wurde das Unternehmen an die amerikanische VeriSign verkauft. Der Preis lag bei 273 Mio US-$.

Das war der zweite Deal der Samwers. Der erste Versuch trug den Namen Alando – eine Plattform für Versteigerungen, die nach lediglich 100 Tagen Geschäftstätigkeit an Ebay verkauft wurde. Man hatte das Potenzial von Ebay scheinbar erahnt und den Versuch im deutschsprachigen Raum gestartet. Der Erlös betrug ca. 9 Mio US-$.

Noch eine Anmerkung zu den Klingeltönen: mittlerweile scheint auch Mediamarkt und Saturn beteiligt zu sein. Über Umsatz und Gewinn hüllt man sich – vollkommen zu Recht – in Schweigen. Lediglich über die (nicht sehr löblichen) Arbeitsbedingungen kann man einige Artikel finden.

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Google goes Handy

Schon nächste Woche soll das Konzept, mit dem Google den Mobilfunkmarkt erobern will, vorgestellt werden. Kernpunkt soll eine volle Integration jetz schon vorhandener Dienste wie GoogleMail und GoogleMaps sein.

Sogar ein Betriebssystem befindet sich scheinbar in Entwicklung. Dieses soll auf Linuxbasis laufen und den Anwendern die Integration beliebiger Applikationen erlauben. Ob das den Mobilfunkanbietern schmeckt, wage ich zu bezweifeln.

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Wie wird im Internet gesucht?

Einer Auswertung von onestat.com zufolge werden zumeist 2-3 Suchbegriffe eingegeben. Diese zwei Varianten finden in ca. 50% der Suchanfragen Anwendung. Lediglich 15% der Suchaufträge werden mit nur einem Suchbegriff gestartet. Die Ursache ist vermutlich in der sehr verschwommenen Treffermenge zu suchen. Die Konkretisierung mit mehr als 3 oder sogar 4 Suchwörtern scheint wiederum zu kompliziert und der Nutzeranteil sinkt rapide.

Interessant wäre eine Zufriedenheitsanalyse mit den Suchergebnissen. Google scheint einen relativ guten Weg gefunden zu haben, relevante Inhalte vorn zu platzieren – zumindest gemessen an den Nutzerzahlen. Verbesserungspotenzial gibt es allemal – wobei sich das wiederum nicht mit den finanziellen Zielen des Anbieters vereinbaren lassen wird.

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Steve Ballmer über Apples iPhone

Steve Ballmer stuft Apple als starken Konkurrenten ein. Das iPhone stellt neben Windows Mobile eine ernstzunehmende Alternative dar.

Beim Preis bin ich mir da momentan allerdings nicht so sicher.

Ansonsten sind erstaunlich viele Negativschlagzeilen über Apple zu lesen. Neben den üblichen News über das iPhone, dessen Preis und die Möglichkeit, dieses zu hacken, ist über angeblich fehlerhafte Seagate-Festplatten in iBooks zu lesen. Es besteht die Möglichkeit des totalen Datenverlusts, so eine englische Recovery-Firma.

Mal abgesehen von möglicherweise fehlerhafter Hardware unterliegt ein Notebook ohnehin einem höheren Risiko des totalen Datenverlusts.

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eCommerce weiter auf Erfolgskurs

In der Onlineausgabe der FAZ ist heute zu lesen, dass sich der Umsatz über das Internet dieses Jahr auf ca. 16,8 Mrd. € belaufen wird. Der Monsteranteil von 11 Mrd. € entfällt auf Warenhandel. Der Rest wird für Dienstleistungen wie Tickethandel und Mietwagenbuchungen aufgewandt.

Der größte Anteil entfällt unter den Waren auf Kleidung und Schuhe. Geschätzte 3,9 Mrd. € werden die deutschen Haushalte in diesem Bereich umsetzen, was ein sattes Umsatzplus von 40% bedeutet. Vermutlich sind die großen, ehemaligen Kataloghäuser maßgeblich daran beteiligt.

Erstaunt hat mich die Tatsache, dass bei Unterhaltungselektronik ein Umsatzrückgang von 14% auf 1,2 Mrd. € erwartet wird.  Bisher war ich davon ausgegangen, dass dieser Bereich den größten Anteil am Internethandel einnimmt. Und wieder unterlag ich scheinbar einem Irrtum – ich war der Annahme, dass der Preisverfall (gerade) bei Flachbildschirmen zum Umsatztreiber wird – das scheint allerdings nicht der Fall.

Über die Verteilung der Domains in der Republik hatte ich hier schon einmal geschrieben. Den Umsatz zu schätzen hätte ich mir nicht getraut – die Summe finde ich allerdings schon recht gewaltig. Ich meine, ein Einstieg lohnt immernoch – zumal die Akzeptanz auf der Käuferseite nach wie vor stetig zunimmt. Wer sich jetzt fragt, ob in seiner Branche eine Zunahme des Onlineumsatzes erwartet wird, der findet sicher in den Statistiken des Bundes ein paar Zahlen.

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